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Wildau Musik-Projekt von Oberschülern mit dem Staatstheater
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08:49 30.12.2019
Musiklehrerin Norienne Olberg (r.) übt mit den Solisten. Quelle: Gerlinde Irmscher
Wildau

Gewöhnlich bleibt die Ludwig-Witthöft-Oberschule in Wildau am Sonntag geschlossen. Doch kürzlich herrschte dort von 10 bis 15 Uhr reger Betrieb. Schüler der 7. bis 10 Klassen trafen sich zum ersten Workshoptag für ein besonderes Projekt, die Inszenierung der satirischen Chor-Revue „Warehouse-Life“ von Fritz Grasshoff (Text) und Peter Seeger (Komponist) unter dem Titel „100 Stimmen: ein musikalisches Kaufhausspektakel“.

Käuflichkeit und Konsum

Der Inhalt kreist um das Thema der Käuflichkeit und der Konsumgesellschaft, nimmt Bezug auf das aktuelle Geschehen und die Medienwelt. Projektleiterin ist Norienne Olberg. Sie unterrichtet nicht nur an der Schule in Wildau Musik, sie ist auch die Leiterin des Kinder- und Jugendchores am Staatstheater Cottbus. Von Seiten des Theaters wurde an sie herangetragen, eine eigene Produktion für den Chor zu erarbeiten. „Es lag mir daran, die Wildauer Schüler mit ins Boot zu holen“, erläutert Norienne Olberg. Sie erarbeitete ein Konzept und inzwischen laufen die Vorbereitungen in Cottbus und Wildau auf vollen Touren. Das Projekt wird finanziert durch das Programm „Kultur macht stark“, gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung.

Kreative Schüler

Die reine Stückdauer beträgt rund 30 Minuten. Dazu kommen mindestens weitere 30 Minuten. „,Warenhouse-Life’ setzt darauf, dass die Jugendlichen neben den Musiknummern szenische Nummern selbst erfinden, Texte schreiben und ihren Gestaltungskräften Ausdruck verleihen“, erläuterte Olberg. In den Workshop-Angeboten wie Text/Inhalt, Schauspiel/Video, Bühnenbild/Kostüm/Requisiten oder einem Workshop für Solisten bereiten sich die Schüler vor. Sie bekommen einen Einblick, wie eine Bühnenproduktion entsteht. Aktiv, kreativ und partizipativ werden ihre Überlegungen, Fragen und aktuelle Themen gemeinsam mit ihnen erarbeitet und in eine künstlerische Form gebracht, die es zu realisieren gilt.

Für das Bühnenbild wurden beim ersten Workshop Modelle gebaut. Quelle: Gerlinde Irmscher

So fertigten die Kulissenbauer am ersten Workshoptag zunächst Modelle an. Nach diesen wird dann gebaut. „Wir haben uns eine ganze Menge Filme angesehen, um Ideen für unsere Kulissen zu haben“, berichtete Melina Dietze, während sie an ihrem Modell bastelte. Unterstützung bei der Umsetzung ihrer Ideen bekommen die Modellbauer von freiberuflichen Kostüm- und Bühnenbildnerinnen. Die Texter schwitzten derweil über ihren Texten oder die Solisten probten Lieder.

Premiere am 14. Juni

Den nächsten von insgesamt vier Workshoptagen in Wildau gibt es am 15. Februar, bevor dann im Mai für alle die Endprobe in Wildau und im Juni in Cottbus geplant ist. Am 13. Juni gibt es in Cottbus eine öffentliche Generalprobe und am 14. Juni die Premiere. Am 20. und 21. Juni können die Besucher das Kaufhaus-Spektakel im Wildauer Volkshaus erleben.

 

Von Gerlinde Irmscher

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