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Wildau Real-Zukunft bleibt weiter ungewiss
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18:20 12.07.2019
Der DGB-Kreisvorsitzender und Real-Beschäftigte Danny Albrecht. Quelle: Udo Böhlefeld
Wildau

Seit September vergangenen Jahres warten die Beschäftigten im Real-Supermarkt im Wildauer A10-Center darauf, dass man ihnen sagt, wie es weiter geht. Bis Ende des Monats soll der Verkauf der Kette über die Bühne sein. Mitarbeiter und Gewerkschaft fürchten nun, dass die Zerschlagung der Kette droht. Auch die Zukunft des Marktes in Wildau ist ungewiss. Nach eigenen Worten sind weder die Leitung des Marktes, noch der Center-Manager informiert. Der Mietvertrag für das Kaufhaus läuft bis September 2021.

Unsicherheit bei den Beschäftigten

Für Danny Albrecht ist das eine unerträgliche Situation. „Die Ungewissheit schürt Zukunftsängste, die Stimmung unter den 217 Beschäftigten ist nicht gut“, beschreibt der Real-Angestellte, der gleichzeitig ehrenamtlicher Kreisvorsitzender des Deutschen Gewerkschaftsbundes ist. „Die letzten drei Jahre haben wir auf Urlaubs- und Weihnachtsgeld und auf Lohnerhöhungen verzichtet, um unsere Arbeitsplätze zu sichern. Und was haben die mit unserem Geldverzicht gemacht?“, fragt Albrecht.

Verhandlungen bis Ende Juli

Die Düsseldorfer Metro-Gruppe verhandelt zurzeit intensiv über den Verkauf der Real-Supermarktkette. Kommt es zu einem erfolgreichen Abschluss, könnte das Käuferkonsortium unter Führung des Immobilieninvestors Redo den größten Teil der 282 Filialen weiter verkaufen. Edeka, Globus, Kaufland und Rewe kommen als Käufer in Frage. Einen geringen Teil der Märkte will Redo selbst behalten. Voraussetzung dafür ist aber, dass sie aktuell profitabel arbeiten. Lediglich zehn bis 15  Märkte sollen geschlossen werden, hieß es zuletzt. Welche das sein werden, darüber wird gegenwärtig noch Stillschweigen gewahrt – genau wie über alle anderen Einzelheiten des Verkaufs.

Es gab lediglich ein Schreiben der Geschäftsführung in letzter Zeit: „Anfang Juni wurden die Beschäftigten darüber informiert, dass es eine Exklusiv-Vereinbarung über die Verhandlungen mit Redo bis Ende Juli gebe“, berichtet die zuständige Verdi-Gewerkschaftssekretärin Heike Plechte aus Cottbus. Kommt es bis dahin nicht zu einem Ergebnis, können Verhandlungen mit möglichen neuen Interessenten aufgenommen werden. Ein Bieterkonsortium um das Immobilienunternehmen x+bricks hat bereits der Metro mehrere Angebote vorgelegt. Bislang vergeblich, da Metro und Redo auf der Exklusiv-Vereinbarung beharren. Fraglich ist natürlich, ob x+bricks bei dem letzten Angebot bleibt, wenn die Verhandlungen der Beiden scheitern.

Vorerst keine Entwarnung

Für die Beschäftigten in Wildau gibt es vorerst keine Entwarnung. „Selbst wenn man mit den Verkaufsverhandlungen Ende Juli zum Ende kommt“, vermutet Verdi-Pressesprecherin Daniela Milutin, „wird es mindestens Oktober oder November, bis das Prozedere abgeschlossen und über das Schicksal einzelner Filialen entschieden worden ist.“ Danny Albrecht will sich damit nicht zufrieden geben. „Wir wollen wissen, wie es weiter geht“, fordert der Real-Mitarbeiter. „Wir sind keine Personalkosten, sondern Menschen und haben mehr Wertschätzung verdient.“ Bundesweit warten rund 34.000 Beschäftigte in den Filialen der Supermarktkette auf das Ergebnis der Verkaufsverhandlungen.

Von Udo Böhlefeld

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