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Wildau Bürgermeisterin antwortet besorgtem MAZ-Leser
Lokales Dahme-Spreewald Wildau Bürgermeisterin antwortet besorgtem MAZ-Leser
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17:11 21.10.2019
Trügerische Idylle: Im Stichkanal in Wildau schlummern Altlasten. Die Sanierung ist seit Jahren im Gespräch, wurde bisher aber nicht durchgeführt. Quelle: Frank Pawlowski
Wildau

MAZ-Leser Bernd Schust aus Wildau nimmt großen Anteil an der Wildauer Stadtpolitik. Oft besucht er die Sitzungen des Stadtrates. Die Entwicklung in seiner Schwartzkopff-Siedlung liegt ihm besonders am Herzen. Deren Zukunft bereitet ihm im Moment große Sorgen.

Der Wildauer Bernd Schust macht sich Sorgen um seine Schwartzkopff-Siedlung. Für ihn hapert es nicht nur bei der Sanierung des Stichkanals. Quelle: Frank Pawlowski

Die derzeitige Sanierung des Hasenwäldchens im oberen Teil der Stadt nahe der Dorfaue wirft für Bernd Schust die Frage nach einem anderen großen Sanierungsfall auf. Der Stichkanal in der Siedlung ist ebenfalls mit Schadstoffen belastet. Phenol und Altöl stecken im Schlamm und im Boden. Wenn es warm ist, rümpfen Anwohner und Passanten die Nase, weil es so stinkt. Der Kanal verbindet die Dahme mit dem früheren Werksgelände. Die Verunreinigungen sollen aus der Zeit stammen, als hier Rohstoffe transportiert wurden. Das ist viele Jahrzehnte her.

Bleibt die Chemie drin?

„Bleibt die Chemie da unten drin?“, fragt Bernd Schust in einem Brief an die Lokalredaktion. Er ist alarmiert, weil es ein Sanierungskonzept für den Kanal gestoppt wurde und neue Ideen für eine Bebauung des umliegenden Geländes zwischen der Bahn und der Karl-Marx-Straße bekannt wurden. Bernd Schust befürchtet, dass der Kanal nun einfach zugeschüttet wird.

Aldi-Markt und Bibliothek in der Friedrich-Engels-Straße. Quelle: Frank Pawlowski

Bürgermeisterin Angela Homuth (SPD) schloss das für einen Abschnitt kategorisch aus. Der vordere Teil des Kanals zwischen Straße und Dahme werde „auf jeden Fall saniert“, sagte sie der MAZ. Für den anderen Teil werde hingegen weiter nach einer Lösung gesucht. Ein Parkhaus, ein Hotel und eine Bahnunterführung könnten auf den Grundstücken neben dem Kanal nach einem Konzept der Wildauer Wohnungsbaugesellschaft entstehen. Spruchreif ist das alles aber noch nicht. Die Sanierung des Kanals werde laut der Bürgermeisterin dann möglicherweise ein Teil des Bauvorhabens sein.

Standort der Bibliothek

Bernd Schust rechnet mit einem Umzug der Bibliothek in den oberen Teil Wildaus im Zuge von Baumaßnahmen am Kanal. Aber auch dazu gibt es noch keine Entscheidung, wie die Bürgermeisterin betonte. Bis dahin bleibe die Bibliothek neben dem Aldi-Markt am Stichkanal. Bernd Schust hofft, dass nicht weitere Dienstleister aus der Siedlung abwandern. Post, Geldautomat, Drogerie und Apotheke seien schon verschwunden.

Von Frank Pawlowski

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