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Wildau Bürgermeister-Kandidaten diskutieren in Lagerhalle
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00:24 14.04.2019
Die Kandidaten Matthias Mnich, Frank Vulpius und Angela Homuth (v.l.) im Gespräch mit Besuchern. Quelle: Frank Pawlowski
Wildau

Zwischen Regalen, Paletten und Staplern ging es um Wildaus Zukunft. Eine Lagerhalle der Airkom Druckluft GmbH war die ungewöhnliche Kulisse für die Diskussionsrunde mit Bürgermeisterkandidaten Angela Homuth (SPD), Matthias Mnich (Linke) und Frank Vulpius (parteilos). Das Trio stand vorne an Stehtischen. Die Besucher nahmen Platz an Bierzeltgarnituren. Es gab gegrillte Würstchen und Getränke. Von dem rauen Charme des Ortes waren alle Gäste sehr angetan.

Der Gewerbeverein Wildau veranstaltete den Politik-Talk, um vor der Wahl am 5. Mai den Bewerbern für das Bürgermeisteramt auf den Zahn zu fühlen. Es ging aber nicht nur um Wirtschaftsthemen. Moderatorin Petra Pogorzalek fragte vieles ab, was Einwohner und Stadtpolitik seit längerem bewegt.

Der Vorsitzende des Gewerbevereins Wildau, Frank Demmel (r.) eröffnete das Forum. Quelle: Frank Pawlowski

Die Kandidaten sprachen sich für ein behutsames Wachstum aus und wollen den grünen Charakter der Stadt unbedingt erhalten. Mit den geplanten Wohnungsbauvorhaben wird sich die Einwohnerzahl in den kommenden Jahren um 2000 auf 12000 erhöhen. Mehr könne Wildau nicht verkraften, meinte Angela Homuth. „Die Infrastruktur reicht derzeit nicht aus.“ Die Erweiterung der Grundschule oder der geplante Kita-Neubau am Hasenwäldchen sieht das Trio als die wichtigsten Aufgaben an, ebenso die Sanierung des Stichkanals.

Unstrittig war, dass Wildau mehr altersgerechte und bezahlbare Wohnungen braucht. Matthias Mnich sieht den Wohnungsmangel aber als bundesweites Problem, der Druck aus Berlin und Südbrandenburg in den Speckgürtel werde zunehmen. „Wir werden in Wildau nicht zaubern können“, sagte er.

Alle Kandidaten sprachen sich für mehr Bürgerbeteiligung aus. Angela Homuth will das mit Einwohnerversammlungen und Sprechstunden erreichen. Frank Vulpius will neue Formen ausprobieren. „Man muss junge Leute anders ansprechen als Senioren“, sagte er. Matthias Mnich will Stadtforen einführen, in denen zwei Mal im Jahr über die wichtigsten kommunalen Vorhaben informiert wird. Als Manko nannten alle Kandidaten fehlende kulturelle Angebote für die 30 bis 60 Jährigen an. Den Wirtschaftstandort Wildau sehen sie gut gerüstet für die Zukunft. Ebenso wurde die Technische Hochschule als herausragender Partner gewürdigt.

Airkom-Geschäftsführer Jens Warnken freute sich, dass es den Gästen in der ungewöhnlichen Kulisse gefiel. Quelle: Frank Pawlowski

Unterschiedlich angehen wollen die Kandidaten die Parkplatzprobleme. Angela Homuth ist für den Bau von Parkhäusern und Parkplätzen. Frank Vulpius sprach sich für einen größeren Park & Ride-Parkplatz aus. Matthias Mnich sieht langfristig nur in einem neuen Mobilitätskonzept mit Alternativen zum Autoverkehr eine Lösung. Ein klares Ja gab es von den Kandidaten zur Frage eines Besuchers, ob Wildauer Vereine die städtischen Sportstätten weiter kostenlos nutzen können.

Der Vorsitzende des Gewerbevereins, Frank Demmel, fand den Abend gelungen. Ihn freute besonders das Versprechen der Kandidaten, künftig besser mit den Gewerbetreibenden der Stadt zusammenarbeiten zu wollen. Auch der Verein selbst wolle aktiver werden. „Wir möchten ein guter Ansprechpartner sein, da ist noch viel Potenzial nach oben“, sagte er.

Von Frank Pawlowski

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