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Wildau Zentrum für Zukunftstechnologien wird deutlich teurer
Lokales Dahme-Spreewald Wildau Zentrum für Zukunftstechnologien wird deutlich teurer
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15:04 27.09.2019
Das Zentrum für Zukunftstechnologien in Wildau. Quelle: Gerlinde Irmscher
Wildau

Seit ziemlich genau einem Jahr baut die Wirtschaftsfördergesellschaft (WFG) des Landkreises an einem mächtigen Bürogebäude, das, wenn es fertig ist, den Namen „Zentrum für Zukunftstechnologien“ tragen soll. Auf dem Gebäude, das direkt neben dem Gelände der Technischen Hochschule emporwächst, ruhen große Hoffnungen für die wirtschaftliche Entwicklung des Landkreises: Es soll ein Vehikel sein, um hochwertige Arbeitsplätze und junge Start-Ups in die Region zu holen oder hier zu halten. Dafür muss die Wirtschaftsfördergesellschaft nun aber einen hohen Preis bezahlen.

Gebäude wird 2,5 Millionen Euro teurer, als geplant

Die WFG hatte für den Bau des Gebäudes – anders als bei ihren vier Zentren für Luft- und Raumfahrt zuvor – auf Fördermittel verzichtet. Die geplanten Baukosten waren deshalb mit rund 21 Millionen Euro ohnehin schon hoch, weil sie komplett von der Gesellschaft und deren Eigentümer – dem Landkreis Dahme-Spreewald – bezahlt werden müssen. Nun wird das Gebäude aber auch noch 2,5 Millionen Euro teurer, als geplant. Und da erst 80 Prozent der Bauleistungen ausgeschrieben sind, könnten sogar noch weitere Kostensteigerungen folgen.

Allein der Rohbau kostet eine Million mehr

WFG-Geschäftsführer Gerhard Janßen informierte am Donnerstag den Finanzausschuss des Landkreises über die erwartete Kostensteigerung. Als Grund nannte er die gestiegenen Baupreise. Das Gebäude sei 2017 geplant worden. Seither hätten die Preise in der Baubranche jährlich um rund fünf Prozent zugelegt. Der Rohbau wurde deshalb rund eine Million Euro teurer als erwartet, bei der technischen Ausstattung sind es rund 1,3 Millionen zusätzliche Euro.

Bank gewährte keinen Kredit

Das Problem dabei: Die WFG kann das Gebäude nicht mehr umplanen, weil es praktisch schon steht. Die Differenz kann sie alleine aber auch nicht aufbringen. Einen Kredit gewähre die Bank dafür auch nicht, weil man zur Refinanzierung die Büromieten auf ein unrealistisches Maß hochsetzen müsste. „Wir nehmen jetzt 14 Euro pro Quadratmeter, das ist für Wildau schon hoch“, sagte Gerhard Janßen. Wenn man noch Kreditraten abzählen müsste, würden die Mieten zwischen 17 und 18 Euro liegen, eine Miete, die nicht vermittelbar sei. Auch über einen Verkauf des Objektes habe man nachgedacht, so Janßen. „Aber Investoren sind bei solchen Projekten auch zurückhaltend. Wir würden keinen auskömmlichen Preis erzielen“, so Janßen.

Landkreis muss rund zwei Millionen zuschießen

Letztlich wird der Landkreis als Gesellschafter die fehlenden gut 2 Millionen Euro zuschießen müssen. In der Kreispolitik ist das Gebäude aber unumstritten. Begründet wurde die Investition stets damit, dass es in der Region kaum vergleichbare Gewerbebauten gibt. Das ähnlich strukturierte Zentrum für Luft- und Raumfahrt wurden vor acht Jahren ebenfalls errichtet, um jungen und ambitionierten Firmen auch der Hochtechnologie eine Ansiedlungsmöglichkeit zu bieten. Der Plan ging auch auf. Da allerdings bei geförderten Objekten die maximale Mietdauer acht Jahre beträgt, müssen viele der mühsam akquirierten Firmen demnächst ausziehen – und weil Gewerberäume in Flughafen rar sind, gilt es als nicht unwahrscheinlich, dass die meisten davon ohne eine rasche Alternative nach Adlershof oder Teltow umsiedeln würden.

Von Oliver Fischer

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