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17:11 10.04.2019
Ulrike Tippe, die Präsidentin der TH Wildau, vor der Bibliothek der Hochschule. Quelle: Karen Grunow
Wildau

Nun liegen die neuen Hochschulverträge im Land Brandenburg vor. Auch Ulrike Tippe, die Präsidentin der Technischen Hochschule (TH) Wildau, war neulich in Potsdam, um mit ihren Kollegen der Brandenburger Universitäten und Fachhochschulen die jeweiligen Verträge zu unterschreiben. Diese gelten nun bis 2023 und regeln, welche besonderen Maßnahmen in welcher Höhe durch das Land finanziert werden können. Insgesamt 1,76 Milliarden Euro werden bereitgestellt. Die TH erhält bis 2023 Zuweisungen in Höhe von mehr als neun Millionen Euro. „Damit entsteht eine Planungssicherheit für die nächsten fünf Jahre“, sagt Ulrike Tippe.

Hochschulspezifische Maßnahmen gehören zu den Vereinbarungen

Dabei geht es jedoch nicht um die Grundfinanzierung der Hochschule. 18 Millionen Euro sind das bei der TH derzeit pro Jahr. Momentan laufen die Verhandlungen zum Hochschulpakt, der ein Bund-Länder-Abkommen ist. Auch dessen Ergebnisse werden einen entscheidenden Einfluss auf die TH haben. Außerdem muss in diesem Jahr noch der Hochschulentwicklungsplan für die kommenden Jahre erstellt werden, so Ulrike Tippe. Darin werden unter anderem Personalplan und Professuren geregelt. Zusätzlich zum Grundbudget der Wildauer Hochschule kommen momentan rund zehn Millionen Euro, die von Professoren und Forschungsgruppen und Mitarbeitern als Drittmittel akquiriert werden konnten.

Im Hochschulvertrag werden sowohl hochschulspezifische, als auch für alle Hochschulen im Land Brandenburg verbindliche Maßnahmen formuliert. Zu letzteren gehört, dass das Netzwerk „Studienqualität Brandenburg“ weiterfinanziert und -entwickelt wird. Außerdem eine gemeinsame Studienvorbereitung für internationale Studierende. „Nicht alle Maßnahmen werden extra mit Geld hinterlegt“, erklärt Ulrike Tippe. So soll nun auch an der TH ein Antidiskriminierungsbeauftragter bestellt werden. „Inhaltlich stehe ich da voll dahinter“, betont die TH-Präsidentin. Jetzt muss jedoch überlegt werden, wie diese vertragliche Verpflichtung zeitnah und sinnvoll umgesetzt werden kann.

Das Projekt „Wildauer Maschinen-Werke“ wird unterstützt

Alle Hochschulen müssen Leitbilder für die Lehre entwickeln. Die TH ist zudem verpflichtet, eine Internationalisierungsstrategie zu konzipieren. Ein Flexibilisierungskonzept für Studium und Lehre an der TH ist ebenfalls gefragt. „Wie können wir den Lern- und Arbeitsraum – den Campus – so umgestalten, dass er flexibler genutzt werden kann?“, sei, so Tippe, ein Aspekt der Vereinbarungen. Dafür muss eine Bedarfsanalyse gemacht werden. Das ganze große Thema Online-Prüfungen muss vorangebracht werden. Unterstützt werden außerdem die „Wildauer Maschinen-Werke“, ein virtuelles, die verschiedenen Fachgebiete der TH einbindendes Unternehmen für Studierende. Geräte können dafür nun angeschafft werden.

Vier zentrale Handlungsfelder sind festgelegt

Es geht bei solchen Zuschüssen darum, die besonderen Profile der einzelnen Hochschulen zu stärken. Die als die vier zentralen Handlungsfelder zur Zielerreichung im Vertrag formulierten Punkte sind Professionalisierung, Digitalisierung, Internationalisierung und Flexibilisierung. Mit diesen Leitthemen ist Ulrike Tippe Ende 2018 als die neue Präsidentin der TH angetreten.

Ein erheblicher Teil der bis zu 1,9 Millionen Euro pro Jahr – nämlich mehr als eine Million jeweils – aus dem Hochschulvertrag bezieht sich außerdem auf die an der TH eingerichteten internen Studiengänge des Landes wie Öffentliche Verwaltung und Verwaltungsinformatik. Wie das bei Verhandlungen so ist, hatte jeder seine Vorstellungen und am Ende kommt es zu Kompromissen. Ulrike Tippe sagt zwar, dass die TH sich ein bisschen mehr erhofft habe, aber dass sie mit dem Ergebnis nicht unzufrieden sei.

„Es ist viel in Veränderung“, sagt sie über ihre bisherige Zeit und mit Blick auf die kommenden Monate. Zum Ende vergangenen Jahres wurde eine erheblicher Teil der Personalverträge entfristet. Bisher hatten von den etwa 350 TH-Mitarbeitern rund 60 Prozent nur befristete Verträge. Von diesen konnten sich 50 über die Entfristungen freuen. „Wir hatten über Jahre Menschen auf befristeten Stellen, die Grundsätzliches leisten“, so Tippe dazu. Möglich wurde das, weil die Hochschulen jetzt eigene Personalpläne aufstellen können.

Von Karen Grunow

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