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Dahme-Spreewald Wildaus Bahnhof hat ein Gleis mehr
Lokales Dahme-Spreewald Wildaus Bahnhof hat ein Gleis mehr
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10:19 16.01.2014
Wildau

Die 15-jährige Lisa Kitschke stutzte am Mittwochvormittag angesichts der vielen Menschen vor dem Wildauer Bahnhof. „Was ist denn hier los?“, fragte die Schülerin, die mitten in die offizielle Übergabe des frisch sanierten Bahnhofs platzte. „Der Bahnhof sieht jetzt flott aus. Auch die Überdachung des Bahnsteigs finde ich gut“, meinte die junge Wildauerin. Ein größeres Kompliment konnte die zu diesem Anlass erschienene Prominenz von Infrastrukturminister Jörg Vogelsänger über den Konzernbeauftragten der Deutschen Bahn (DB) für Berlin-Brandenburg, Ingulf Leuschel, bis zu Landrat Stephan Loge gar nicht erheischen.

Und tatsächlich, die 13-monatige Verjüngungskur hat dem am 1.Mai 1900 eröffneten Bahnhof gut getan. In der DB-Hierarchie bisher nur als Haltepunkt registriert, stieg er jetzt mit dem zusätzlichen Gleis sowie der neuen Bahnsteigkante zum Kreuzungsbahnhof auf. Für 10,5 Millionen Euro wurde nicht nur ein zweites Gleis, sondern auch ein neuer Bahnsteig mit einer Länge von 153 Metern errichtet. Davon sind 49 Meter überdacht, sodass die täglich 4000 Reisenden, die den Bahnhof Wildau nutzen, besser vor Wind und Regen geschützt sind. Außerdem entstand ein neuer Personentunnel mit Aufzug, sodass auch Behinderte problemlos in die S-Bahn einsteigen können. Das Land Brandenburg förderte das Projekt mit mehr als fünf Millionen Euro.

„Technisch sind jetzt alle Voraussetzungen für einen Zehn-Minuten-Takt der S-Bahn gegeben“, sagte DB-Konzernbeauftragter Leuschel. Alles andere hänge nun ausschließlich vom Geld ab. „Am guten Willen des Landes soll es nicht scheitern“, sagte Vogelsänger. Letztlich aber könne erst der Bundeshaushalt 2015/16 Klarheit bringen. Erst danach wisse das Land definitiv, welche Mittel für den Öffentlichen Personennahverkehr zur Verfügung stehen.

Wildaus Bürgermeister Uwe Malich forderte bei der Eröffnung, dass im Interesse der mehr als 1000 Gewerbebetriebe im Ort sowie der mehr als 4000 Studenten der Hochschule wenigstens in den Spitzenzeiten morgens und abends ein kürzerer S-Bahntakt eingeführt wird. Auf ein Versprechen Vogelsängers aber wartete er ebenso wie die vielen Reisenden vergeblich. Dennoch freute sich Malich, dass der bereits 2005 begonnene Bau des Ensembles rund um den Bahnhof mit den neuen Zugangsgebäuden, den Radstellplätzen und dem Bahnhofsvorplatz nun zu einem schmucken Abschluss gebracht wurde.

Von Franziska Mohr

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