Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Dahme-Spreewald Neuer Windpark im Dreieck Spreeau geplant
Lokales Dahme-Spreewald Neuer Windpark im Dreieck Spreeau geplant
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
Jetzt kostenlos Testen Zur Anmeldung
17:38 26.02.2018
Am Dreieck Spreeau soll elf Windräder errichtet werden. Quelle: Peter Geisler
Anzeige
Königs Wusterhausen

Die zehn Windräder im Wald bei Uckley bekommen Gesellschaft. Unweit von dem Standort plant Investor Abowind im Nachbarkreis Oder-Spree einen weiteren Park mit elf Windrädern. Er soll in einem Waldstück am Dreieck Spreeau entstehen. Der Grundstücksvertrag mit der Bundesforst ist erst im Januar besiegelt worden. „Wir wollen ganz früh auf die Leute zugehen und mit ihnen in den Dialog treten“, sagte Projektleiter Zacharias Hahn von Abowind am Montag bei einem Besuch in der MAZ-Lokalredaktion.

Bürgerdialoge starten noch im Februar

Hahn ist in diesen Tagen und Wochen gemeinsam mit René Zimmer von der Agentur Remember unterwegs, um das Vorhaben vorzustellen. Im Februar sollen die Bürgerdialoge beginnen, im September dieses Jahres will Abowind den Genehmigungsantrag für die Windräder einreichen. Hahn rechnet mit einem Baubeginn frühestens 2020.

Anzeige
In der rot markierten Fläche soll der Windpark entstehen. Quelle: Frank Pawlowski

Obwohl der Windpark im Planungsgebiet des Nachbarkreises liegt, sind auch einige Orte in Dahme-Spreewald betroffen. Neben Uckley in Königs Wusterhausen werden das Dannenreich und Friedrichshof in Heidesee sein. Hahn versichert, dass von dort die Windräder nur entfernt zu sehen sein werden. Auf einer Internetseite seines Unternehmens gibt es eine Fotomontage, wie der Ausblick einmal aussehen wird. Das Projekt Windpark Spreeau wird auf der Seite schon ausführlich vorgestellt.

Gespräche mit Bürgermeistern

Das Unternehmen sucht gezielt die Öffentlichkeit auch in dieser Region. So sprachen Hahn und Zimmer schon mit den Bürgermeistern der beiden betroffenen Kommunen. An die Diskussionen um den Windpark in Uckley kann sich Hanh noch gut erinnern. Mächtiger Gegenwind kam von einer Bürgerinitiative, sie erreichte schließlich, dass weniger Windkraftanlagen errichtet wurden als geplant.

Projektleiter Zacharias Hahn (l.) von Abowind und Berater René Zimmer Montagmittag nach dem MAZ-Besuch auf der Bahnhofstraße in Königs Wusterhausen Quelle: Frank Pawlowski

Für Zacharias Hahn gehört dieser Austausch zum Verfahren dazu. Er hat festgestellt, dass sich Vorbehalte und Ängste in Gesprächen mit den Betroffenen am besten abbauen lassen. So habe es wegen der Lage des Windparks im Wald große Bedenken gegeben. „Aber die Leute sehen, dass der Wald weiterhin da ist. Es werden nur Flächen gerodet, die unbedingt benötigt werden“, sagt René Zimmer, der sich auf die Dialoggestaltung bei Vorhaben wie diesen spezialisiert. „Je mehr die Leute vorab wissen, um so weniger Ängste bestehen.“ Dass Abowind so frühzeitig über die geplante Investition informiert, ist auch eine Folge aus dem Uckley-Verfahren.

Unabhängige Faktensammlungen zur Windenregie

Die neuen Windräder liegen in einem Wald zwischen dem Autobahn-Dreieck Spreeau und dem Oder-Spree-Kanal. Laut Projektleiter Hahn werden die Windräder mindestens 200 Meter hoch sein. René Zimmer verweist auf unabhängige Faktensammlungen zur Windenergie, wie bei Greenpeace Deutschland und beim Brandenburger Landesumweltamt. Fragen und Antworten enthalten die Seiten WindDialog in Nordrhein-Westfalen und Energieland Hessen.

Von Frank Pawlowski

Anzeige