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Dahme-Spreewald Wohnheim wird saniert
Lokales Dahme-Spreewald Wohnheim wird saniert
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18:27 13.02.2013
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WAssMANNSDORF

. In der zentralen Aufnahmestelle in Eisenhüttenstadt (Oder-Spree) wurden wegen des Ansturms bereits Container aufgestellt. Laut einem RBB-Bericht leben hier derzeit rund 500 Menschen, sonst waren es im Schnitt zwischen 250 und 300.

Auch das eigene Übergangswohnheim im Landkreis im Schönefelder Ortsteil Waßmannsdorf werde den Zustrom von Menschen aus Krisenherden vermutlich noch stärker zu spüren bekommen als bisher, so Elke Voigt. Mit der lange geplanten Sanierung der maroden Einrichtung wolle man sich nun wappnen. Schon jetzt seien die zwei Häuser, die 310 Wohnplätze bieten, mit knapp 200 ausländischen Bürgern gut belegt. „In den kommenden Monaten sollen Fassade und Sanitäreinrichtung auf Vordermann gebracht werden“, informiert Anja Feldmann vom Gleichstellungsteam des Landkreises. Jeder Flur erhalte Duschen und WC. Fenster wurden bereits ausgetauscht. „Doch alles geht nur Stück für Stück, so wie finanzielle Mittel zur Verfügung stehen“, erklärt Feldmann.

Erst im Januar 2012 konnte der Landkreis die Immobilie nach jahrelangem Ringen kaufen. In die Sanierung sollen fünf Millionen Euro fließen. Problematisch sei der zu berücksichtigende Denkmalschutz für die laut Amt „letzte zusammenhängende Doppelkaserne der DDR-Grenztruppen samt Hundezwinger“.

Die verschiedenen Nationalitäten kommen laut Elke Voigt gut miteinander aus. Schwierig sei die Weitervermittlung in Wohnungen. „Alle wollen möglichst im nördlichen Landkreis bleiben, wegen der Berlin-Nähe, aber auch wegen erster neu gegründeter Kontakte und Freundschaften hier“, so die Gleichstellungsbeauftragte. Doch der Wohnungsleerstand tendiere im Norden gegen Null. Im Südkreis stünde hingegen Wohnraum zur Verfügung. Wegen sinkender Asylbewerberzahlen waren vor Jahren die Ausländer-Unterkünfte in Lübben und Görlsdorf geschlossen worden. Doch mittlerweile steigen die Asylbewerberzahlen wieder. Im Waßmannsdorfer Heim kümmern sich heute vier Mitarbeiter um die ausländischen Bürger, die unter anderem aus Irak und Afghanistan stammen. Die größten Hürden, das Leben in Brandenburg zu bewältigen, sieht Elke Voigt in der Sprachbarriere sowie in den teils jahrelangen Asylantragsverfahren. Neuankömmlinge ohne Aufenthaltstitel dürfen zunächst keine Arbeit aufnehmen und die Region nicht verlassen. Ausnahmegenehmigungen werden nur selten erteilt. Im Schnitt werden laut Medienberichten etwa 70 Prozent aller Asylanträge in Deutschland abgelehnt.

Das Zusammenleben funktioniere in Waßmannsdorf gut, so Anja Feldmann. Manche Ausländer unterschiedlicher Herkunft und Glaubens würden sich allerdings aus dem Weg gehen. Kinder und Jugendliche integrieren sich schnell. Sie lernen problemlos die Sprache und finden in der Kita und Schule besser Anschluss. (Von Jens Rümmler)

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