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Zeuthen Gehwege: Verwaltung kommt mit dem Flicken kaum hinterher
Lokales Dahme-Spreewald Zeuthen Gehwege: Verwaltung kommt mit dem Flicken kaum hinterher
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10:04 16.08.2019
Der Gehweg in der Forstallee in Zeuthen nur ein Sorgenkind von vielen. Demnächst soll der Plattenbelag durch ein Sand-Splitt-Gemisch ersetzt werden. Quelle: Josefine Sack
Zeuthen

In Zeuthen sind viele Gehwege nicht immer so eben, wie man es sich als Fußgänger wünscht. Dennoch hat sich in der Vergangenheit viel getan. Das geht aus dem aktuellen Bericht zum Zustand der gemeindlichen Gehwege hervor, den ein Planungsbüro jährlich für die Verwaltung erstellt.

Demnach wurden von den 163 bekannten Schadstellen im vergangenen Jahr 133 behoben. Weil in diesem Jahr 26 neue Schäden hinzukamen, sind noch immer 56 Schadstellen „offen“.

Viele Wege werden nicht als solche erkannt

Dem Bericht zufolge zeichnet sich ein Großteil der Gehwege in Zeuthen durch starke Unebenheiten, hervorgehoben durch Baumwurzeln, an Zufahrten, aufgrund maroder Befestigungen oder abgetragenen Oberflächenmaterials aus. Nur an wenigen Stellen sind die Fußwege barrierefrei. Zudem gibt es eine große Anzahl an unbefestigten Wegen. Das führe dazu, dass Gehwege von Fußgängern nicht benutzt, teilweise nicht einmal als solche erkannt werden.

Das beauftragte Planungsbüro stellte weiterhin fest: Obwohl sich der Zustand der Gehwege im Ort seit 2018 weiter verbessert hat, bleibt der Unterhaltungsaufwand für die Gemeindeverwaltung weiterhin hoch. Der Grund: Noch immer ist ein großer Teil der Gehwege in einem allgemein schlechten Zustand.

Es wird geflickt, was das Zeug hält

„Ohne weitere Investitionen in das bestehende Gehwegnetz ist keine Verbesserung zu erreichen, denn der Unterhaltungsbedarf ist trotz umfangreicher Straßenbaumaßnahmen groß. Dieser Investitionsbedarf wird auch in Zukunft nicht abnehmen, da die Ansprüche an die Qualität der baulichen Substanz der Gehwege hoch sind. Der Anteil an unbefestigten Gehwegen im Gemeindegebiet sollte daher weiterhin abnehmen“, attestierten die Planer.

Ein grundhafter Ausbau fand zuletzt nur vereinzelt statt. Meist werden die Wege nur notdürftig geflickt. Zuständig für die Verkehrssicherheit ist die Verwaltung. Sie muss dafür sorgen, dass Gehwege, Straßen, Plätze und Brücken sicher begehbar sind – und nicht zur Stolperfalle werden. Dass das Wegenetz in der Gemeinde in absehbarer Zukunft von Grund auf angepackt wird, davon ist mit Blick auf die Haushaltsplanung nicht auszugehen.

Solche Kanten und Unebenheiten sind keine Seltenheit in Zeuthen: Die Gemeindeverwaltung muss dafür sorgen, dass sie nicht zur Stolperfalle werden. Quelle: Josefine Sack

Splitt-Sand-Gemische als kostengünstige Variante

Vor diesem Hintergrund verweisen die Planer auf eine kostengünstigere, häufig angewandte Sanierungsform, die auf den ersten Blick rückschrittlich erscheint: Dabei sollen alte Gehwegplatten zurückgebaut werden. Stattdessen setzt man auf einfache Splitt-Sand-Gemische beziehungsweise eine wassergebundene Wegedecke. Die „weichen“ Wegedecken seien vor allem für „bewegliche“ Bereiche geeignet, also für Stellen, wo Baumwurzeln immer wieder zu starken Unebenheiten führen.

Dringenden Handlungsbedarf sehen die Grünen vor allem beim Gehweg entlang der Forstallee. Die Hauptstraße ist vor allem als Schulweg von Bedeutung. „Da der weitere grundhafte Ausbau der Straße ab der Grundschule am Wald zumindest nicht kurzfristig zu erwarten ist, fordert die Fraktion Grüne hier eine zeitnahe Verbesserung zu erreichen, die über die derzeitige Flickschusterei hinausgeht“, heißt es in einer Erklärung der Fraktion.

Wie die Bauverwaltung mitteilte, sollen die Gehwegplatten zwischen der Waldpromenade und der Birkenstraße gegen eine wassergebundene Decke ausgetauscht werden. Ein Ausbau des Gehwegs sei „jedoch nur im Zusammenhang mit dem grundhaften Straßenausbau möglich“.

Von Josefine Sack

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