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Zeuthen Belastetes Grundwasser: Bohrungen gehen weiter
Lokales Dahme-Spreewald Zeuthen Belastetes Grundwasser: Bohrungen gehen weiter
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20:22 26.09.2018
Im Zuge der Bauarbeiten auf dem Grundstück am Forstweg stellte sich 2017 heraus, dass das Grundwasser dort belastet ist. Quelle: Oliver Becker
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Zeuthen

In Zeuthen gehen die Untersuchungen der Grundwasserbelastung, die im Zusammenhang mit dem Tankstellenbau an der Lindenallee/Forstweg bekannt wurden, weiter. Im April hatte das Umweltamt des Landkreises informiert, dass das Konzept zur Detailuntersuchung der Grundwasserbelastung mit leichtflüchtigen chlorierten Kohlenwasserstoffen (LCKW) vorliegt (die MAZ berichtete).

Tests: Drei Grundstücke sind belastet

Wie berichtet, stammt die Verunreinigung vom Betriebsgelände des „VEB Narva Leuchtenbau“ (heute Ridi Leuchten) an der Forstallee. Bislang ist nicht geklärt, ob womöglich weitere Grundstücke betroffen sind. Das Umweltamt des Kreises hatte zuletzt Probe-Bohrungen in dem Bereich vorgenommen. Bislang liegen die Ergebnisse von drei Gartenbrunnen vor. Zwei Gartenbrunnen, die sich zwischen der Kastanienallee/Ahornallee im direkten Grundwasserabstrom des Grundstücks Ecke Lindenallee/Forstweg befinden, zeigen hohe Konzentrationen an LCKW und wurden gesperrt. Der dritte Gartenbrunnen, der im seitlichen Grundwasserrandstrom südlich der Kastanienallee liegt, zeigt geringe LCKW-Konzentrationen. Vorsorglich wurde die Nutzung untersagt.

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Bohrungen mittels „Direct-Push“-Verfahrens

„Nachdem bereits einige Voruntersuchungen in Form von Bodenluft- und Grundwasserbeprobungen am vorgenannten Standort durchgeführt wurden, geht es jetzt in die eigentliche Phase der Detailuntersuchung“, teilte das Umweltamt Dahme-Spreewald nun mit. Sowohl der Eintragsort, das Betriebsgelände an der Forstallee, als auch die Ausbreitung sollen gezielt überprüft werden. Dazu sind ab Ende dieser Woche weitere Bohrungen mittels des sogenannten „Direct-Push“-Verfahrens vorgesehen.  

Was sind LCKW?

Hintergrund: Leichtflüchtige chlorierte Kohlenwasserstoffe (LCKW) wurden bis weit in die 1980er Jahre als Lösungsmittel zur Entfettung in metallverarbeitenden Betrieben oder auch in chemischen Reinigungen eingesetzt. Oft gelangten LCKW durch unsachgemäßen Umgang, Unfälle oder durch die Ablagerung von Abfällen in die Umwelt. LCKW sind gut wasserlöslich und breiten sich aufgrund der hohen Dichte, der niedrigen Viskosität als auch der niedrigen Oberflächenspannung zunächst vertikal und dann der Fließrichtung folgend im Grundwasserleiter aus.

Von Josefine Sack

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