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Zeuthen Pannen-Baustelle in Miersdorf: Bürgermeister will Zwangsgeld verhängen
Lokales Dahme-Spreewald Zeuthen Pannen-Baustelle in Miersdorf: Bürgermeister will Zwangsgeld verhängen
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08:11 05.10.2019
Auf dem Dorfanger Miersdorf befanden sich einst die ehemalige Turnhalle, die Post und eine Gaststätte. Der historische Ortskern musste für den Bau einer Wohnanlage weichen. Quelle: Josefine Sack
Zeuthen

Trotz einer Untersagungsverfügung, die die Gemeinde Zeuthen für die Pannen-Baustelle am Dorfanger in Miersdorf erlassen hatte, gehen dort die Bauarbeiten weiter. Der Abriss der historischen Gebäude im alten Ortskern, darunter die ehemalige Turnhalle, die Post und eine Gaststätte, ist so gut wie abgeschlossen. Derzeit laufen auf dem Grundstück die bauvorbereitenden Maßnahmen für 13 Wohnungen, fünf Geschäftsräume und eine Tiefgarage.

So soll die geplante Anlage mit 13 Wohn- und fünf Gewerbeeinheiten sowie einer Tiefgarage in Miersdorf einmal aussehen. Quelle: Repro/Gemeinde

Nach Ansicht des Zeuthener Bürgermeister Sven Herzberger (parteilos) stellen die Arbeiten auf der Baustelle in Miersdorf eine Gefahr für die öffentliche Sicherheit und Ordnung dar. Bei Schacht- und Abrissarbeiten war es dort im August zu einem riskanten Zwischenfall gekommen: Arbeiter hatten die Hauptgasleitung im Ort beschädigt. Der Bereich musste weiträumig gesperrt werden. Zeitweise war unklar, ob Anwohner sowie die Kinder der benachbarten Kita evakuiert werden müssen. Am Ende ging es glimpflich aus.

Neuer Ärger auf der Baustelle

Zuvor hatte es auf der Baustelle bereits Probleme mit einer Mauer gegeben, die während der Abrissarbeiten auf die schmale Dorfstraße gestürzt war. Auch eine Wasserleitung war bei den Arbeiten beschädigt worden.

Jetzt gibt es neuen Ärger auf der Baustelle: Obwohl dort seit Wochen mit Baggern und Kipp-Tiefladern gearbeitet wird, fehlt bislang eine vernünftige Baustellenzufahrt. „Die Zufahrt ist nicht sachgerecht und auch nicht genehmigt“, kritisierte Herzberger. Weil die Baustelle an der Landesstraße 402 liegt, ist eigentlich der Landesbetrieb Straßenwesen Brandenburg zuständig.

Wohnanlage ist umstritten

Die untere Bauaufsichtsbehörde hatte das private Bauvorhaben in Miersdorf offenbar unter besonderen denkmalschutzrechtlichen Auflagen genehmigt. „Ich habe die Befürchtung, dass man es mit dem Denkmalschutz auf der Baustelle nicht allzu genau nimmt“, so der Bürgermeister. Den erforderlichen Bebauungsplan hatte die Gemeinde bereits vor Jahren auf den Weg gebracht. Wegen des Abrisses einiger ortsprägender Häuser gilt das Projekt samt der geplanten Tiefgarage als umstritten.

Die fehlende Baustellenzufahrt bereitet Herzberger und seinen Mitarbeitern Kopfzerbrechen: Im Rathaus sorgt man sich wegen der ein- und ausfahrenden Baufahrzeuge um die Sicherheit von Fußgängern, Rad- und Pkw-Fahrern. Dennoch sind der Gemeinde die Hände gebunden: „Wir können den Bau nicht stoppen“, sagte Herzberger.

Sollten sich die Zustände auf der Baustelle auch in Zukunft nicht ändern, kündigte er an, ein Zwangsgeld in Höhe von 5000 Euro zu verhängen.

Von Josefine Sack

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