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Zeuthen Super-Weine zum Steinbutt
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16:17 20.10.2019
Gunnar Tietz, Hartmut Leutloff und Detlef Balke-Fuchs (v.l.) freuten sich mit den Gästen. Quelle: Heidrun Voigt
Zeuthen

Ein Fest für die edlen Tropfen aus Zwölf-Liter, Sechs-Liter und „kleinen“ Drei-Liter Flaschen gab es am Samstag im „Wirtshaus am See“ im Zeuthener Ortsteil Miersdorf. Die Big-Bottle-Party war bereits ein halbes Jahr vorher war ausverkauft.

Gunnar Tietz, der Erfinder des Events und seit 30 Jahren in der Sterne-Gastronomie unterwegs, schenkte den Gästen aus den XXL-Flaschen ein und erzählte etwas über die Besonderheiten des Inhalts sowie dessen Verpackung. „In großen Runden ist es nachhaltig in großen Flaschen Wein zu servieren“, sagte der Fachmann. Er meinte, dass man Großformate länger im Kopf behalte und die Weine in großen Flaschen langsamer reiften und mehr Potenzial besäßen. Das größte Maß, das ein Winzer abfüllt, ist eine 27-Liter-Flasche. Die wiegt laut Tietz mehr als 30 Kilogramm und allein die Flasche – ohne Inhalt – ist 1600 Euro wert.

Experte ließ sich Party-Idee nicht patentieren

„Die Big-Bottle-Party ist entstanden, weil unsere Küchenparty immer ausverkauft war und wir den Gästen mehr bieten wollten. Deshalb haben wir bei Gunnar geklaut, der vergessen hatte, sich die Big-Bottle-Party patentieren zu lassen“, sagte Wirtshauschef Hartmut Leutloff. Tietz habe er als Chef-Sommelier für den Weinkeller des „first floor“ im Berliner Hotel Palace kennengelernt. Vom Gault Millau wurde der Weinexperte 2011 als Sommelier des Jahres ausgezeichnet.

Restaurantleiter Detlef Balke-Fuchs betonte, dass die Vorbereitungen für solch eine Veranstaltung enorm seien. „Es ist eine Herausforderung für jeden Bereich.“ Draußen war der Empfang mit Champagner und Austern, drinnen erfolgte währenddessen der Aufbau des kalten und warmen Büffets. Direkt in der Küche gab es Adlerfisch aus Korsika in Salzkruste, Steinbutt aus Spanien und Spanferkel. „Erik & the Dominos“ rundeten musikalisch den Abend ab.

Chefkoch kehrt bald nach Portugal zurück

Doch es gab auch einen riesigen Wermutstropfen am Samstag: Hartmut Leutloff verkündete, dass sein Chefkoch Carlos Luzio, der aus Portugal stammt, in seine Heimat zurückkehren werde, weil dessen Vater schwer erkrankt sei. Die Gäste waren sprachlos. „Wir haben wunderbar harmoniert und die Leidenschaft zum Essen und Trinken geteilt, aber ich verstehe seine Entscheidung“, sagt Leutloff.

Björn Ellendt aus Zeuthen, meinte, dass es sehr schade sei, dass Luzio weggehe. „Es hat gepasst und das Niveau war sehr gut. Jetzt muss man erst einmal wieder jemanden finden, der das ausfüllen kann.“

Von Heidrun Voigt

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