Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Zeuthen Der Streit um Vergabestelle ist beendet – vorerst
Lokales Dahme-Spreewald Zeuthen Der Streit um Vergabestelle ist beendet – vorerst
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
18:35 05.03.2019
Die Vergabestelle soll in die Nebenstelle des Zeuthener Rathauses in der Schillerstraße einziehen. Quelle: Andrea Müller
Schulzendorf

Nach über zweijähriger Debatte haben sich die Gemeindevertreter in Schulzendorf in der vergangenen Woche auf die Einrichtung einer gemeinsamen Vergabestelle mit Zeuthen und Eichwalde geeinigt. Zuvor hatten die Mitglieder der Regionalausschüsse Schulzendorf ein Ultimatum gestellt.

„Mir ist ein Stein vom Herzen gefallen“, kommentierte Karl Uwe Fuchs (FDP), Vorsitzender des Regionalausschusses in Zeuthen. Gleichzeitig kritisierte er die monatelange Blockadehaltung: „Dieser Zickzack-Kurs hat niemanden weitergebracht. Ohne die Diskussionen in Schulzendorf hätten wir die Vergabestelle längst“, sagte Fuchs.

Hier geht es zum Kommentar

Vergabestelle kommt nach Zeuthen

Beinahe wäre auch die jüngste Abstimmung geplatzt. Weil einige Abgeordnete fehlten, waren die Schulzendorfer anfangs nicht beschlussfähig. „Erst nach einer Dreiviertelstunde hatten wir alle nötigen zehn Stimmen zusammen“, berichtet Joachim Kolberg (CDU). Bei der Sondersitzung fehlten unter anderen Mitglieder der freien Wähler.

Das Bürgerbündnis hielt parallel seine Fraktionssitzung ab und hatte angekündigt, an der kurzfristig einberufenen Sondersitzung nicht teilzunehmen. Die übrigen Gemeindevertreter einigten sich auf einen Kompromiss, den die Linken eingebracht hatten: Demnach soll die Vergabestelle nicht in Schulzendorf, sondern in Zeuthen angesiedelt werden.

Schulzendorf will mitreden – auch beim Personal

Außerdem fordern die Schulzendorfer Mitspracherecht, sollten sich die Kosten für die neue Institution erhöhen. Auch beim Personal will man mitreden. „Wir haben mehrfach gehört, dass die elektrische Vergabe große Herausforderungen mit sich bringt. Daher unsere Forderung nach entsprechend qualifiziertem Personal“, erläuterte Herbert Burmeister (Linke).

Den Vorwurf, das Projekt durch angeblich noch offene Fragen über Monate blockiert zu haben, ließ Burmeister nicht auf sich sitzen: „Es sind nach wie vor Fragen offen. Wir sind nicht sicher, ob eine gemeinsame Vergabestelle unsere Probleme löst.“

Befindlichkeiten behindern gemeinsame Projekte

„Schade, dass es keine Einigung für den Standort Schulzendorf gab“, kommentierte Wolfgang Burmeister (Grüne), Vorsitzender des Regionalausschusses in Eichwalde. Eichwalde beherbergt bereits das gemeinsame Standesamt, Zeuthen das Rechnungsprüfungsamt. „Ich hoffe, dass bei künftigen Projekten individuelle Befindlichkeiten keine Rolle mehr spielen“, so Burmeister.

Zeuthen und Eichwalde müssen noch zustimmen

Auch Zeuthens Bürgermeister Sven Herzberger (parteilos) sprach mit Blick auf die Standortfrage von einem Wermutstropfen. Die Forderungen zur Qualifikation des Personals nannte er „beanstandungswürdig“. Es handele sich um ein Geschäft der laufenden Verwaltung. „Schulzendorf will, dass die Vergabestelle in die Zuständigkeit der Gemeinde Zeuthen fällt. Also beschließt Zeuthen, wer geeignet ist und wer nicht“, so Herzberger.

Zeuthen und Eichwalde müssen dem Kompromiss noch zustimmen. Die Vergabestelle soll in die Nebenstelle des Zeuthener Rathauses in der Schillerstraße einziehen.

Von Josefine Sack

Schulzendorf Kommentar zum Streit um die Vergabestelle - Etwas mehr Demut, bitte

Zwei Jahre wurde diskutiert. Schulzendorf äußerte immer wieder Bedenken an der gemeinsamen Vergabestelle mit Zeuthen und Eichwalde. Nun gab es endlich grünes Licht für das Vorhaben – ein Kommentar von MAZ-Reporterin Josefine Sack

05.03.2019

Der Zeuthener Schauspieler Hans Peter Paprozki hat viele Rollen gespielt, auf der Theaterbühne und im Fernsehen. Er lebt in Zeuthen.

26.02.2019

Damit künftig auch Busse in der Schulstraße in Zeuthen halten können, müssen die Aufpflasterungen zurückgebaut werden. Die Sorge ist groß, dass die verkehrsberuhigte Zone zur Raserpiste werden könnte.

22.02.2019