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Zeuthen Gemeinde beschließt Plan für Klimaschutz
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06:00 24.10.2019
Klimatechnisch immer noch mit Verbesserungspotenzial: Zeuthen. Quelle: Josefine Sack
Zeuthen

Die Gemeinde Zeuthen arbeitet weiter an ihren eigenen Klimazielen. Auf ihrer jüngsten Sitzung haben die Gemeindevertreter deshalb beschlossen, sich bei Land und Bund um Fördergeld für konkrete Klima-Maßnahmen zu bemühen. Eingebracht hatte den Antrag die FDP-Fraktion.

Der Beschluss sieht verschiedene Schritte vor, die in der Gemeinde im Sinne des Klimaschutzes abgearbeitet werden sollen. Als erstes soll die Gemeinde eine so genannte Fokusberatung einkaufen. In dieser Beratung soll ausgearbeitet werden, welche Schritte in Zeuthen sinnvoll sind. Experten dafür stellt das Bundesumweltministerium zur Verfügung. Die Beratung ist durchaus bezahlbar, weil sich die Gemeinde 80 Prozent der Kosten fördern lassen kann.

Straßenbeleuchtung soll ausgetauscht werden

Weil man sich in Zeuthen aber auch schon eigene Gedanken gemacht hat, gibt es bereits eine Liste von Klimaschutz-Themen, die danach angegangen werden sollen. So soll pädagogische Arbeit zum Klimaschutz an Schulen und Kitas unterstützt werden. Energiesparmodelle in Schulen stehen ebenso auf der Liste wie die Prüfung öffentlicher Gebäude auf Energieeffizienz. Über eine Förderung könnte auch die Straßenbeleuchtung in der Gemeinde ausgetauscht werden. Zudem sieht der Antrag vor, dass neue Fahrradparkplätze geschaffen und das Radwegekonzept der Gemeinden Zeuthen, Eichwalde, Schulzendorf und Wildau umgesetzt werden soll. Beides fällt unter die Überschrift klimafreundliche Mobilität.

Die FDP hatte den Antrag allerdings deshalb eingebracht, weil sie mit den Klimaschutz-Plänen der Grünen nicht übereinstimmte und deshalb eine Alternative aufzeigen wollte. Die Grünen hatten sich zuvor unter anderem für einen Klimamanager eingesetzt. Der sei aus seiner Sicht aber zu teuer – und selbst wenn man Eichwalde und Schulzendorf hinzu nimmt, seien die Gemeinden für einen eigenen Klimamanager zu klein, sagt der FDP-Fraktionsvorsitzende Karl-Uwe Fuchs. Deshalb habe seine Fraktion das Geld lieber in konkrete Maßnahmen zum Klimaschutz stecken wollen. Mutmaßlich 250 000 Euro könnte die Gemeinde seiner Schätzung nach künftig pro Jahr für Klimaprojekte aufwenden.

Klimamanager womöglich beim BADC

Offen ist nach wie vor, was nun aus dem Klimamanager wird. Das Thema wurde in Zeuthen vertagt. Es gibt aber die Idee, die Stelle bei der Berlin Brandenburg Area Development Company (BADC) anzusiedeln, die sich um ökologische Ausgleichsprojekte in der Flughafenregion kümmert und immerhin für elf Gemeinden zuständig ist.

Am Donnerstag wird sich der Regionalausschuss der Gemeinden Zeuthen, Schulzendorf, Eichwalde und Wildau mit einem gemeinsamen Klimaschutzkonzept befassen. Dabei wird der Klimamanager eine Rolle spielen, womöglich aber auch der jetzt in Zeuthen gefasste Beschluss. Denn die Zeuthener würden eigentlich gerne die geplanten Maßnahmen gemeinsam mit ihren Nachbarkommunen umsetzen. „Wenn man sich dort sperrt, machen wir es aber auch alleine“, sagt Karl-Uwe Fuchs. Bislang waren sich Zeuthen, Schulzendorf und Eichwalde über den gemeinsamen Weg des Klimaschutzes noch uneins.

Von Oliver Fischer

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