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Zeuthen Kritik am Bauprojekt Zeuthener Winkel – Planer rechtfertigt sich
Lokales Dahme-Spreewald Zeuthen Kritik am Bauprojekt Zeuthener Winkel – Planer rechtfertigt sich
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14:18 10.12.2019
Platz für 600 Neubürger – oder Ackerland? Die fragliche Grünfläche im Zeuthener Winkel.
Platz für 600 Neubürger – oder Ackerland? Die fragliche Grünfläche im Zeuthener Winkel. Quelle: Oliver Fischer
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Zeuthen

Die Zeuthener Gemeindevertreter werden am Dienstag entscheiden, ob im Zeuthener Winkel ein neues Wohngebiet entstehen kann oder nicht. Das Projekt ist seit einem guten Monat in Zeuthen bekannt, die Investoren hatten es auf der jüngsten Sitzung des Ortsentwicklungsausschusses vorgestellt und dortziemlichen Gegenwind gespürt. Besonders die Grünen hatten sich ablehnend geäußert. „Wir sehen keine Qualitätsverbesserung, wenn dieses Gebiet bebaut wird“, sagte etwa Jonas Reif, Grünen-Fraktionsmitglied und Vorsitzender der Gemeindevertretung. Der grüne Charakter des Ortes würde durch das Projekt bedroht. Ähnlich äußerten sich seither auch andere Fraktionen.

Der Planer des Projekts, der Berliner Architekt Andreas Zipfel, fühlt sich in diesem Punkt missverstanden. Die Fläche werde zwar im Moment als Wiese genutzt, im Flächennutzungsplan sei sie aber als Acker dargestellt. „Und es ist wahrscheinlich, dass sie künftig auch als Acker genutzt wird. Damit bliebe von dem viel beschworenen Grün nicht viel übrig“, so Zipfel.

Über Höhe der Bebauung könne man reden

Das Wohngebiet sei umweltfreundlich und ökologisch geplant, es seien Holzkonstruktionen, große Grünflächen und mehr als 100 Bäume vorgesehen. Über die Höhe der Bebauung, die ebenfalls kritisiert wurde, könne man reden, so Zipfel. „Das war nur ein Vorschlag. Natürlich ist das Maß der Bebauung reduzierbar.“

Die relativ dichte Bebauung sei dem mittelfristig nicht vermeidbaren Zustrom an Menschen geschuldet, die wegen dsm BER oder der Tesla-Ansiedlung in die Region ziehen werden. Zum Wohngebiet würden auch eine Kita, eine Grundschule und Einkaufsmöglichkeiten gehören. In dem Wohngebiet könnten bis zu 600 Menschen wohnen. Die Gemeindevertreter entscheiden am Dienstag darüber, ob der Bebauungsplan abgelehnt oder noch einmal im Detail besprochen werden soll.

Von Oliver Fischer

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