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Zeuthen Wer sorgt für Ordnung auf der Pannen-Baustelle in Miersdorf?
Lokales Dahme-Spreewald Zeuthen Wer sorgt für Ordnung auf der Pannen-Baustelle in Miersdorf?
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14:28 10.10.2019
Bauarbeiten am Dorfanger in Miersdorf: Die Feuerwehr musste schon dreimal auf der Baustelle eingreifen, zuletzt wegen eines Gaslecks. Jetzt gibt es Probleme mit der Baustellenzufahrt. Quelle: Josefine Sack
Zeuthen

Zeuthens Bürgermeister Sven Herzberger (parteilos) würde für die Pannen-Baustelle am Dorfanger in Miersdorf am liebsten einen Baustopp verhängen (die MAZ berichtete). Unklar ist jedoch, wer dort zuständig ist.

Kopfzerbrechen bereitet Herzberger momentan vor allem eine fehlende Baustellenzufahrt. Die ein- und ausfahrenden Baufahrzeuge gefährden aus Sicht der Verwaltung die Verkehrssicherheit im Ortskern von Miersdorf. Zeuthens Bürgermeister hatte angekündigt, ein Zwangsgeld zu verhängen, wenn sich die Zustände auf der Baustelle nicht bald ändern.

Auf dem Dorfanger Miersdorf befanden sich einst die ehemalige Turnhalle, die Post und eine Gaststätte. Der historische Ortskern muss einer Wohnanlage weichen. Jetzt gibt es Probleme mit der Baustellenzufahrt. Quelle: Josefine Sack

Baustelle liegt an einer Landesstraße

Die Baustelle liegt an einer Landesstraße, der L 402. Eigentlich ist der Landesbetrieb Straßenwesen Brandenburg zuständig. Bei der Landesbehörde hieß es nun aber, es sei „Sache des Bauordnungsamts der Gemeinde Zeuthen, die vereinbarten Sachverhalte durchzusetzen“.

Die Landesbehörde teilte außerdem mit, dass das Grundstück, auf dem derzeit gebaut wird, bereits über entsprechende Zufahrten verfügt. „Sowohl bei der Aufstellung des B-Plans, als auch beim Baugenehmigungsverfahren wurde der Landesbetrieb Straßenwesen beteiligt, seine Auflagen fanden Eingang in die gültigen Unterlagen“, sagte eine Sprecherin. Es bedürfe daher „keiner weiteren Sondernutzungserlaubnisse im Zusammenhang mit den laufenden Baumaßnahmen“.

Kreis: Tiefbauamt der Gemeinde ist zuständig

Auch das zuständige Bauordnungsamt des Landkreises Dahme-Spreewald sieht derzeit keine Veranlassung, in Miersdorf einzugreifen. Wie ein Sprecher mitteilte, ist das Tiefbauamt der Gemeinde für die Überwachung und die Kontrolle bei der baulichen Umsetzung zuständig. Dies gilt offenbar auch für die Baustellenzufahrt.

Bürgermeister Herzberger hatte zudem Bedenken geäußert, dass man es mit dem Denkmalschutz auf der Baustelle nicht allzu genau nehme. Das Bauordnungsamt hat für das Bauprojekt am Miersdorfer Dorfanger in Abstimmung mit der unteren Denkmalschutzbehörde unter entsprechenden Auflagen die Genehmigung erteilt.

Archäologen begleiten die Bodenarbeiten

Dazu gehört wegen des Bodenschutzdenkmals auch die fachliche Begleitung der Abriss- und Bodenarbeiten durch einen Archäologen vor Ort. „Diese archäologische Begleitung ist aus Sicht der Fachbehörde bisher ordnungsgemäß erfolgt“, teilte der Kreissprecher mit.

Bei Schacht- und Abrissarbeiten war es im August zu einem riskanten Zwischenfall auf der Baustelle gekommen. Arbeiter hatten die Hauptgasleitung im Ort beschädigt. Der Bereich musste weiträumig gesperrt werden. Zuvor hatte es auf der Baustelle bereits Probleme mit einer Mauer gegeben, die während der Abrissarbeiten auf die schmale Dorfstraße gestürzt war. Auch eine Wasserleitung war bei den Arbeiten bereits beschädigt worden.

Von Josefine Sack

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