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Zeuthen Zeuthen will eine zweite Grundschule bauen
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01:15 17.02.2019
Seit Jahren fordern Eltern eine Lösung, damit sich die Raumsituation in der Grundschule am Wald in Zeuthen entspannt. Der Grundsatzbeschluss ist der erste Schritt.
Seit Jahren fordern Eltern eine Lösung, damit sich die Raumsituation in der Grundschule am Wald in Zeuthen entspannt. Der Grundsatzbeschluss ist der erste Schritt. Quelle: Oliver Becker
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Zeuthen

Die neue Grundschule in Zeuthen kommt. Die Frage ist bloß, wann. Die Gemeindevertreter haben am Mittwoch den Bau einer zweiten Grundschule samt Hort verabschiedet. Neben Grüne/FDP, die den Antrag eingebracht hatten, stimmten auch SPD, Linke und die Bürger für Zeuthen dafür. Die CDU enthielt sich.

Nadine Selch (CDU) hatte zuvor erklärt, dass der Antrag nicht weit genug gehe. Die Fraktionsvorsitzende brachte kurzfristig einen Änderungsantrag ein. „Wir sollten endlich Tatsachen schaffen und als Gemeinde jetzt in die Bauleitplanung übergehen“, erläuterte Selch. Sie verwies auf eine gemeindeeigene Fläche im Zeuthener Winkel. „Die Grundfläche für eine zweite Schule ist dort längst festgelegt“, ergänzte die CDU-Politikerin.

Initiative für eine evangelische Grundschule

Bürgermeister Sven Herzberger (parteilos) widersprach: Für die Fläche, die die Gemeinde dort erworben hat, stünden noch andere Varianten, etwa ein Kitaneubau oder sozialer Wohnbau, zur Diskussion. „Wir sollten alternative Standorte prüfen, und zwar auf beiden Seiten der Bahn“, so Herzberger. Zuspruch kam unter anderen aus den Reihen der Bürger für Zeuthen und der SPD. „Die Bahntrasse ist eine Hürde“, sagte Jörgen Hassler (SPD).

Jonas Reif (Grüne) nannte den CDU-Vorstoß einen „Schnellschuss“. „Ich finde auch, dass durchaus einiges für den Zeuthener Winkel spricht, aber wir sollten mögliche Partner nicht verprellen“, appellierte er. Die Gemeinde will auch Eichwalde und Schulzendorf für den Schulneubau gewinnen. Darüber hinaus gibt es Überlegungen, die Grundschule mit einem evangelischen Träger zu realisieren. Offiziell ist das aber noch nicht.

Verwaltung muss bis Herbst liefern

Holger Hemke (CDU) räumte ein, dass der kurzfristige Antrag seiner Fraktion „einen provokativen Charakter“ hat. „Wir müssen die Standortfindung zum Abschluss bringen“, begründete er. „Wir können uns nicht auf mögliche Partner verlassen“, pflichtete Inge Seidel (Linke), deren Fraktion den ursprünglichen Antrag von Grüne/FDP mit unterzeichnet hatte, dem CDU-Mann bei. „Wir eiern von einem Regionalausschuss zum nächsten, ohne dass dabei etwas herauskommt“, sagte sie, auch mit Blick auf das Hin und Her um eine zentrale Vergabestelle.

„Grundsätzlich begrüßen wir die eindeutige Positionierung zum Bau einer neuen Grundschule“, sagte Elternsprecher Christian Frömmel. Auch Anna Kampe war erleichtert, dass der bestehende Schulstandort nicht weiter ausgebaut wird, sagte aber: „Dass es so langsam vorangeht, ist für uns Eltern frustrierend.“ Die Mutter setzt sich mit anderen Eltern dafür ein, die Schule mit einem nicht-kommunalen Träger zu realisieren.

Bis zum Herbst soll die Verwaltung zwei Standorte (östlich und westlich der Bahn) vorschlagen und ein Finanzierungskonzept vorlegen.

Von Josefine Sack

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