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Zeuthen Zeuthen diskutiert über Verkehrssicherheit in der Schulstraße
Lokales Dahme-Spreewald Zeuthen Zeuthen diskutiert über Verkehrssicherheit in der Schulstraße
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07:03 22.02.2019
Die Schwellen vor der Schule sollen Raser abschrecken und den sicheren Übergang zum Sportplatz ermöglichen.
Die Schwellen vor der Schule sollen Raser abschrecken und den sicheren Übergang zum Sportplatz ermöglichen. Quelle: Josefine Sack
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Zeuthen

Demnächst sollen die Busse der Linie 733 wieder durch die Schulstraße in Zeuthen fahren. In der Straße, in der sich die musikbetonte Gesamtschule „Paul Dessau“ befindet, gilt Tempo 30. Damit die Busse der Regionalen Verkehrsgesellschaft Dahme-Spreewald (RVS) künftig passieren können, müssen die Aufpflasterungen in der verkehrsberuhigten Zone umgebaut werden.

Kritiker befürchten nun, dass die Schulstraße zur Piste für Raser werden könnte. Obwohl es sich um eine verkehrsberuhigte Zone handelt, gilt sie als wichtige Durchfahrtsstraße im Ort und wird von vielen als Abkürzung genutzt. Bisher zwingen die Plateau-Aufpflasterungen die Autofahrer in der eingeengten Straße, das Tempo zu reduzieren.

Anfahrrampen sollen verlängert werden

Aufpflasterungen sind leichte Anhebungen der Fahrbahn auf Gehwegniveau, etwa auf 8 bis 10 Zentimeter. In der Schulstraße wurden diese baulichen Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung Ende 2004 zeitgleich mit den Stellplätzen gebaut. Die Errichtung der Parktaschen erfolgte im Zusammenhang mit dem Bau des Sport- und Kulturzentrums. Die Aufpflasterungen dienen in erster Linie der Verkehrssicherheit vor der Schule: Sie ermöglichen einen sicheren Übergang zum Sportplatz gegenüber.

Bürgermeister Sven Herzberger (parteilos) hat kürzlich darüber informiert, dass die Schwellen zwar bleiben, allerdings in ihrer Neigung verändert werden sollen. Damit künftig auch Niederflurbusse der RVS passieren können, sollen etwa große Höhendifferenzen und über die Jahre entstandene Spurrinnen beseitigt und die Anfahrrampen verlängert werden.

CDU fordert festen Blitzer

Gemeindevertreter Holger Hemke (CDU) sorgt sich um die Verkehrssicherheit der Schüler: Um potenzielle Raser auch in Zukunft abzuschrecken, forderte er, einen stationären Blitzer in der Schulstraße aufzustellen.

„Derzeit wird in der Schulstraße nicht in erster Linie die Geschwindigkeit überschritten, sondern die Anzahl der Fahrzeuge ist bedenklich“, teilte Kathi Mende, Referentin des Bürgermeisters, auf MAZ-Anfrage mit. Die Verwaltung prüfe daher Maßnahmen, die das Durchfahren der Schulstraße für die Autofahrer schwieriger machen könnten.

Busse fahren ab Sommer über Heinrich-Heine-Straße

In der letzten Sitzung der Gemeindevertretung hatte Bürgermeister Herzberger mitgeteilt, dass darüber nachgedacht werde, die Straße auch im nördlichen Abschnitt einzuengen. „Weiterhin werden gemeinsam mit dem Straßenverkehrsamt die rechtlichen Möglichkeiten für die Errichtung eines festinstallierten Blitzers geprüft“, sagte Kathi Mende.

Hintergrund ist die geplante neue Streckenführung bei der RVS: Nach den Sommerferien soll die Linie 733 die Haltepunkte in der Heinrich-Heine-Straße anfahren, wie Marketingleiter Lutz Strohschein bestätigte. „Die Linie 733 verkehrt damit künftig wieder auf der ursprünglichen Strecke“, sagte er.

Busse fahren in der Heinrich-Heine-Straße noch nicht. Die Haltestellen sind bereits fertig. Quelle: Josefine Sack

Derzeit fahren die Busse von der Havellandstraße über die Seestraße zum S-Bahnhof Zeuthen. Die Heinrich-Heine-Straße wurde wegen der Verzögerungen beim Straßenausbau nicht bedient. Immerhin sind dort die neuen Haltestellen bereits fertig. In der Schulstraße müssen die neuen Haltepunkte erst noch errichtet werden.

Von Josefine Sack