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Zeuthen Zeuthen verabschiedet Rekord-Etat
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16:43 08.01.2020
Zeuthens Bürgermeister Sven Herzberger (parteilos, l.) und Kämmerin Sabine Weller über dem Haushaltsplan für 2020. Quelle: Josefine Sack
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Zeuthen

Für Sabine Weller, Kämmerin und stellvertretende Bürgermeisterin von Zeuthen, war es ein besonderer Moment: Zum letzten Mal haben die Gemeindevertreter am Dienstagabend unter ihrer Regie einen Haushaltsplan verabschiedet.

Sabine Weller arbeitet seit den achtziger Jahren in der Zeuthener Verwaltung. Seit 1987 leitet sie das Amt für Finanzen. Im Oktober geht die Verwaltungsbeamtin in den Ruhestand. Ein Nachfolger für die Kämmerin wird bereits gesucht.

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Etatentwurf mit Defizit

Zum ersten Mal in ihrer langen Karriere musste Sabine Weller, sonst bekannt für eine eher konservative Haushaltsführung, Geld aus der Rücklage von Überschüssen entnehmen, um das Millionen-Defizit im Ergebnishaushalt formell auszugleichen.

Der Fehlbetrag von rund 2,2 Millionen Euro in dem vorgelegten Etatentwurf hatte zuvor für Diskussionen gesorgt. Grundsätzlich sind die Kommunen angehalten, einen ausgeglichenen Haushalt vorzulegen. Das heißt, die Erträge müssen ausreichen, um die Aufwendungen zu decken.

Hohe Rücklage wegen Investitionsstau

„Die Entnahme aus der Rücklage birgt immer ein gewisses Risiko“, erläuterte Zeuthens Bürgermeister Sven Herzberger (parteilos). Es handele sich in diesem Jahr jedoch um einen „Einmal-Effekt“, den die Gemeinde verkraften könne.

Finanziell steht Zeuthen gut da: Die Kommune verfügt derzeit über rund 8,5 Millionen Euro an liquiden Mitteln. Zum Vergleich: 2011 betrug der Kassenbestand noch etwa die Hälfte. Ein Grund für die recht hohe Rücklage von Überschüssen ist der Investitionsstau: „Wir schaffen es oft nicht, alle geplanten Investitionen bis zum Jahresende umzusetzen“, sagte Herzberger.

Zeuthen investiert Millionen in Infrastruktur

In diesem Jahr hat sich die Gemeinde besonders viel vorgenommen: Für rund 2,1 Millionen Euro soll endlich das marode Turnhallendach der Grundschule am Wald saniert werden. Ohne den Haushaltsbeschluss in dieser Woche wäre der gesamte Zeitplan für das Vorhaben in Gefahr gewesen. Damit das Dach, wie geplant, in den Sommerferien in Ordnung gebracht werden kann, müssen nun so schnell wie möglich die Firmen beauftragt werden.

Ein weiteres Großprojekt ist der Kita-Neubau in Miersdorf für eine Million Euro. Der Straßenausbau 680.000 Euro rund um die Straße am Hochwald schlägt mit rund 680.000 Euro zu Buche. 269.000 Euro kostet der Wlan-Ausbau in den Zeuthener Schulen. Für 185.000 Euro soll die Festwiese Miersdorf umgestaltet werden. Die Kita in der Maxim-Gorki-Straße bekommt für 180.000 Euro eine neue Außenanlage und für den künftigen Personentunnel am S-Bahnhof muss die Gemeinde in diesem Jahr 148.100 Euro beisteuern. 160.000 Euro will die Gemeinde für die Verbesserung des Radwegenetzes ausgeben. Etwa 40.000 Euro werden für eine Klimaberatung samt Klimakonzept bereitgestellt.

Lob für die Kämmerin

„Es war eine hitzige, aber konstruktive Diskussion“, sagte Herzberger mit Blick auf die Haushaltsdebatte. Es sei der Gemeindevertretung gelungen, einen formal ausgeglichenen Haushalt zu verabschieden, ohne dass dafür ein Grundstück verkauft oder ein Kredit aufgenommen werden müsse. „Das haben wir vor allem Frau Weller zu verdanken. Ihr gilt meine Anerkennung“, lobte der Bürgermeister.

„Alle Fraktionen haben an einem Strang gezogen und sich Gedanken gemacht, wo wir noch Geld einsparen können. Jetzt können alle Projekte in Angriff genommen werden“, ergänzte Kämmerin Weller.

Von Josefine Sack

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