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Dahme-Spreewald Zug rast bei offener Schranke an Bahnübergang vorbei
Lokales Dahme-Spreewald Zug rast bei offener Schranke an Bahnübergang vorbei
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12:27 12.06.2013
Andreaskreuz an einem Bahnübergang
Andreaskreuz an einem Bahnübergang Quelle: Peter Geisler
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Nach der mutmaßlichen Beinahe-Katastrophe ist Andreas Haselow beunruhigt: Bevor der Zeesener in diesen Tagen mit dem Rad den Bahnübergang Weidendamm überquert, hört er genau hin. Denn beim nächsten Mal könnte es nicht so glimpflich ausgehen. Am 29. Mai rauschte ein Güterzug im vollen Tempo vorbei – bei geöffneter Schranke und ohne blinkendes Warnsignal.

Am Dienstag bestätigte Deutsche-Bahn-Sprecher Gisbert Gahler der MAZ: Der Bahnübergang war an dem besagten Tag „zwischen 15.43 und 19.30 Uhr gestört“. Ob der Lokführer des Güterzugs tatsächlich ungebremst durch den nicht gesicherten Übergang gerast ist, konnte Gahler gestern weder bestätigen noch dementieren. Dass es nicht zur Katastrophe kam, war offenbar ein Glücksfall. Autofahrer, die den Bahnübergang passieren wollten, hatten angehalten, weil ein in der Gegenrichtung fahrender Eurocity-Zug vorschriftsgemäß kurz vor der Gefahrenstelle wartete.

Die Bahn, deren Tochter DB Netz Schienen und Übergang betreibt, untersucht den Vorfall. Laut Gahler handelt es sich um eine krasse Ausnahme. Fällt das Schranken-System aus, greifen klare Vorschriften. Lokführer werden über Funk und Signale über die Störung informiert. Sie sind dann angewiesen, vor dem Bahnübergang zu stoppen und sich davon zu überzeugen, dass der Verkehr hält. Erst dann darf es weitergehen. Daran hielt sich offenbar der Eurocity-Lokführer – und verhinderte so die Katastrophe. Gegen den Fahrer des entgegenkommenden Güterzugs indes wiegen die Vorwürfe schwer. Die Bahn wertet nun die Signalprotokolle aus und befragt die Lokführer.

Anwohner Andreas Haselow, selbst Mobilfunktechniker, erwartet von der Bahn, mögliche Software-Mängel genau zu prüfen und künftig auszuschließen. Der Bahnübergang zwischen Steinberg und Grundschule Zeesen liege an einem Schulweg, sagte Haselow. Laut Bahn ist die Strecke mit durchschnittlich mehreren Regional-, Fern- und Güterzügen pro Stunde mittelstark befahren. (Von Bastian Pauly)
 

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