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Havelland 170 Fahrzeuge beim Treckertreffen
Lokales Havelland 170 Fahrzeuge beim Treckertreffen
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17:42 21.10.2018
Treckertreffen in Knoblauch: es gab due unterschiedlichsten Oldtimer zu sehen. Quelle: Uwe Hoffmann
Knoblauch

Das herrlich spätsommerliche Wetter zum 16. Treckertreffen lockte am Samstag viele Teilnehmer und Zuschauer in das kleine knapp 140-Seelen-Dorf bei Nitzahn. Über 170 Traktoren, einige wenige gar aus den 1930er Jahren bis zum modernen High-Tech-Traktor mit GPS-Navigator nahmen am Umzug durch das Dorf am Mittag teil. Mehrere „Fortschritt ZT 300”, in typischem Blau-Weiß, einer der bekanntesten und am meisten gebauten DDR-Traktoren fuhren mit. Einige der Traktoren waren Marke Eigenbau.

In Knoblauch kamen wieder die Freunde von neuen und alten Traktoren auf ihre Kosten. Das Treckertreffen im Herbst ist eine Traditionsveranstaltung und auch in diesem Jahr kamen viele Teilnehmer aus der Nähe und aus weiter entfernten Orten. Besonder spektakulär war das Traktor-Pulling. Gezeigt wurden aber auch andere Fahrzeuge.

Andere zogen Kremserwagen mit Feiernden hinter sich. Aber auch andere Oldtimer, wie LKW Typ „W 50”, Feuerwehr-Traditionsfahrzeuge, Aufsitzrasenmäher, sogar vereinzelt alte Armeefahrzeuge bis zu einem Panzer, beteiligten sich wieder in diesem Jahr. Der jüngste Teilnehmer war Gene Schubert aus dem zu Kyritz gehörenden Ortsteil Holzhausen.

Schon 1981 gebaut

Stolz fuhr er den kleinen 22-PS-motorisierten „Kubota”, Baujahr 1990, mit dem sein Opa Frank Schubert mitfuhr. Beide kamen schon zum fünften Mal zum Treckertreffen. Mit ihrem Opa Detlef Simon fuhr auch die zehnjährige Lisa aus Knoblauch stolz den kleinen „Fahr”, Baujahr 1955, mit 15 PS. Bei der Prämierung der besten Eigenbautraktoren erhielt Familie Simon den 2. Platz. „wir haben ihn schon 1981 gebaut”, so Detlef Simon. „Er fährt zehn PS.”

Platz 3 ging an Robby Beutner aus Wildenfels. Mit seinem 1972er Eigenbau konnte in diesem Jahr Günter Puff aus Fohrde, von Platz 2 im Vorjahr, auf das Siegertreppchen verbessern. In der Kategorie „Alter/Schönheit” konnte Bernd Gottschalk aus Plaue mit seinem „Deutz”, Baujahr 1959, den 1. Platz aus dem Vorjahr verteidigen. Platz 2 holte Lars Danker von den Treckerfreunden Havelsee mit seinem Mc Cornick, Baujahr 1936. Noch ein Jahr älter, und damit wieder ältestes Fahrzeug beim Treckertreffen, der „Lanz Bulldog” des Wenzlowers Reiner Kaczmarek.

Es gab die unterschiedlichsten Fahrzeuge zu sehen. Quelle: Uwe Hoffmann

Am Treckertreffen beteiligen sich immer wieder Vereine, wie die Treckerfreunde Havelsee (mit Pritzerbe), die, mit über einem Dutzend Traktoren, bereits zum 15. Mal nach Knoblauch kamen. Erstmals entdeckten die IFA-Treckerfreunde Wulkau bei Havelberg das Treckertreffen im Milower Land. Die sechs Freunde kamen unter anderem mit dem „Fortschritt ZT 300”. Zum Treckertreffen zeigen auch immer gern Oldtimerfreunde aus der Region ihre Schätzchen. So sah man jeweils ein halbes Dutzend verschiedene Typen „Trabant” und „Wartburg” aus DDR-Produktion. Noch älter war das leicht motorisierte „Wanderer”-Zweirad.

Schwere Schwellen

Im Anschluss an die Parade startete das Pulling in vier Kategorien. Auf der präparierten 100-Meter-Strecke maßen sich insgesamt rund 30 Teilnehmer mit ihren Fahrzeugen. Sieger wurde jeweils der Teilnehmer, der den, mit jeweils 250 Kilogramm schweren Eisenbahnschwellen, beladenen Bremsschlitten am weitesten ziehen konnte.

Zum Treckertreffen kommen auch Quads, die sich auf der Ackerstrecke „austoben”. In diesem Jahr fuhren über 50 dieser Fahrzeuge über die staubige Piste. Über die kleine Rampe fuhr, ganz routiniert, auch der siebenjährige Joel Gottschalk mit seinem 15-PS-Kinder-Sportmotorrad, während sein Papa auf vier rädern, mit dem Quad, unterwegs war. Die Familie aus Berlin-Steglitz war zum ersten Mal beim Treckertreffen in Knoblauch.

Mirko Paproth organisiert das Treckertreffen. Quelle: Uwe Hoffmann

„Überwältigend”, lautete Mirko Paproths Fazit. „Geschätzt kamen wohl bis zu 3 500 Zuschauer. Auch die Teilnehmerzahl an der Treckerparade mit über 170 Fahrzeugen ist ein neuer Rekord.” Der Vereinsvorsitzende der Trecker Freunde Knoblauch koordiniert mit rund 70 Helfern das über die Region bekannte Event. Sein Bruder Mario hatte vor 16 Jahren die Idee zum Treckertreffen.

Die Historie

Bis 2007 sechs Jahre lang Ortswehrführer der Freiwilligen Feuerwehr, organisiert er mit seinen Kameraden, gemeinsam mit dem Verein das Treckertreffen. Die Frauen der Kameraden verkaufen an ihrem Stand immer Kuchen und schenken Kaffee aus. Auch heiße Schokolade oder Glühwein gehen immer gut. „69 Kuchen und Bleche kamen in diesem Jahr zusammen”, so Mandy Kohn, die mit ihrer Tochter Leonie Michelle die Besucher versorgte.

Das Gebäck wurde gerne genommen. Quelle: Uwe Hoffmann

In diesem Jahr spielten zu Kaffee und Kuchen, oder herzhaften Snacks, die Blasmusikanten der Freiwilligen Feuerwehr Rathenow auf. Für die Kinder gab es einige spezielle Angebote wie Rummelbuden, Kinderschminken, die Hüpfburg oder den kleinen Sandberg. Optikparkbiber „Havi” schaute ebenfalls vorbei.

Von Uwe Hoffmann

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