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Havelland Zu Gast beim Jubiläum des Kinderheims in Zsobok
Lokales Havelland Zu Gast beim Jubiläum des Kinderheims in Zsobok
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15:59 05.03.2018
Die Premnitzer mit Kindern des Heimes in Zsobok. Quelle: R. Panschuk
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Zsobok

Kaum zu glauben, die Grundsteinlegung für das Kinderheim im rumänischen Dorf Zsobok ist schon 20 Jahre her. Auf Initiative des damaligen Nennhausener Pfarrers Matthias Albrecht hatte 1991 der Kirchenkreis Nauen-Rathenow eine Hilfsaktion für den Ort ins Leben gerufen, in dem Angehörige der ungarischen Minderheit wohnen. Heute hat Zsobok 260 Einwohner. Durch die jahrzehntelange Unterstützung auch aus dem Westhavelland konnte das Kinderheim gebaut werden und es gelang, die Infrastruktur des Dorfes zu stärken. Riesige Mengen von Spendenpaketen sind in all den Jahren nach Zsobok gebracht worden.

Eingeladen zur Festveranstaltung am vergangenen Wochenende, reisten 15 Mitglieder der evangelischen Kirchengemeinde Premnitz nach Zsobok. Angeführt wurden sie von Rudolf Panschuk, auf dessen Betreiben hin nach einigen Jahren Pause seit 2013 im Westhavelland wieder Hilfspakete für das Kinderheim gesammelt werden. Wie er bei einem Telefonat nach Zsobok erzählt hat, nahmen an der Festveranstaltung 110 Ehrengäste aus dem Ausland teil. Sie kamen aus den Niederlanden, USA, England, der Schweiz, Österreich, Ungarn und Deutschland. Zusammen mit rund 240 Teilnehmern aus Rumänien sei die Menge so groß gewesen, dass die Besucher nicht alle in die Kirche des Ortes passten. Etwa 100 mussten draußen sitzen.
„Wir haben Grüße aus unserer Heimat überbracht“, hat Rudolf Panschuk berichtet. Die Kinder aus dem Heim hätten Lieder auf Ungarisch und Deutsch vorgetragen. Einige Mitgereiste hätten Ort und Kinderheim zum ersten Mal gesehen. Hätte es die Hilfsaktion für Zsobok, an der Menschen aus vielen Ländern beteiligt waren, nicht gegeben, befand Rudolf Panschuk, würde es das Dorf heute wohl nicht mehr geben.

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Ebenfalls zur Festveranstaltung gereist war Manuela Neubüser aus Rathenow, die seit 1991 auf privater Basis mehrmals im Jahr Spenden zum Kinderheim bringt. Ebenfalls ermöglicht durch Spenden, konnte sie jetzt erstmals eine Gruppe Heimkinder in das Westhavelland einladen. Am 28.September werden sie eintreffen, eine Woche bleiben und auf dem Luckehof in Premnitz übernachten. Mit Manuela Neubüser ist Christine Thiemann, Unesco-Koordinatorin der Bürgelschule Rathenow, nach Zsobok gereist. Sie hat dort einen Partnerschaftsvertrag ihrer Schule mit der Schule in Zsobok unterzeichnet.

Elisabeth Rusza, die Leiterin des Kinderheims in Zsobok, bat darum, den Menschen im Westhavelland ihren Dank für all die Hilfe in den vergangenen Jahren auszurichten. Einwohner des Dorfes hätten eine CD mit einem Film über die Entwicklung von Zsobok in den letzten 20 Jahren zusammengestellt, berichtete sie. Die CD werde den Besuchern aus Premnitz und Rathenow mitgegeben, damit sie den Film in ihrer Heimat zeigen können. Derzeit leben 70Kinder im Heim, sagte sie, zwei weitere seien angekündigt. Am 28. September komme sie mit 17 Kindern ins Westhavelland. Alle freuten sich schon sehr darauf.

Von Bernd Geske

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