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Havelland 3,3 Millionen Zuschuss für Schulerweiterung
Lokales Havelland 3,3 Millionen Zuschuss für Schulerweiterung
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02:27 22.02.2018
Ministerin Britta Ernst übergibt Bürgermeister Holger Schreiber (l.) den Fördermittelbescheid. Rechts Schulleiter Michael Heinrich. Quelle: Tanja M. Marotzke
Wustermark

Der Zeitpunkt hätte kaum besser gewählt werden können. Drei Tage vor dem offiziellen Baubeginn für das Erweiterungsgebäude an der GrundschuleOtto Lilienthal“ in Wustermark brachte Brandenburgs neue Bildungsministerin Britta Ernst bei ihrem Antrittsbesuch in der Gemeinde einen Zuwendungsbescheid über 3.266.691,15 Euro Fördermittel des Landes mit. Die Mittel stammen aus dem Kommunalen Infrastrukturprogramm Bildung (KIP) und werden für einen neues Gebäude, die Gestaltung der Außenanlagen sowie die Ausstattung der Grundschule gewährt. „Es freut mich, wenn in der Gemeinde Wustermark die Bildung so einen hohen Stellenwert hat. Ich bin sicher, dass dieses Geld sehr gut angelegt ist.“

Zuvor hatte Bürgermeister Holger Schreiber (parteilos) die enormen Anstrengungen sowohl der Gemeindeverwaltung als auch der Gemeindevertreter erläutert, die nach mehr als einem Jahr Vorbereitung nun zu dem Ergebnis geführt hätten, die Grundschule zukunftssicher zu machen und weiter aufzuwerten.

Gemeinde investiert rund 10,5 Millionen Euro

Insgesamt rund 10,5 Millionen Euro investiert die Gemeinde in das Erweiterungsvorhaben. In dem neuen zweigeschossigen Gebäude werden eine Zweifeldturnhalle mit Umkleiden und Toiletten, acht Horträume sowie in der oberen Etage sechs Fachräume für die Schule untergebracht, hatte Vize-Bürgermeisterin Petra Guhr erklärt. „Unten wird es zudem eine flexible Mitte geben, die durch mobile Wände auf verschiedene Raumgrößen verändert werden kann.“

Dank der hohen Fördermittelsumme sei es möglich, Spielgeräte im Wert von 80 000 Euro für den Außenbereich anzuschaffen. Noch wichtiger aber: Wenn das neue Haus fertig ist (wahrscheinlich im Februar 2019, wenn im kommenden Winter wetterbedingt gebaut werden kann) sollen alle Klassenräume mit modernen Whiteboards (digitale Tafeln) ausgestattet sein. „Außerdem schaffen wir für drei Klassen je 30 mobile Endgeräte an, so dass auch außerhalb des PC-Kabinetts das Internet genutzt werden kann“, so Petra Guhr.

Bestandsgebäude unter Denkmalschutz

In der Wustermarker Grundschule, deren Bestandsgebäude unter Denkmalschutz steht, läuft seit Jahren ein Sanierungsprogramm. Dazu gehören unter anderem Brandschutztreppen, neue Elektrik, frische Farben in den Klassenräumen. Eine Aula wurde angebaut. Etwa sechs Millionen Euro hat sich die Gemeinde das bisher schon kosten lassen. „Die Schule ist die größte Investition der Gemeinde jemals“, sagte Bürgermeister Holger Schreiber.

Schulleiter Michael Heinrich. Quelle: Tanja M. Marotzke

Er lobte besonders das Engagement des Grundschulleiters Michael Heinrich und seiner Kollegen bei der Umsetzung des Inklusionskonzepts Schule für gemeinsames Lernen. Derzeit werden in Wustermark 420 Kinder von 30 Lehrern und Sonderpädagogen unterrichtet. Ministerin Ernst: „Wir wollen unsere Schulen fit machen für das gemeinsame Lernen von Schülern mit und ohne Förderbedarf. Dazu gehört auch, dass die dafür notwendigen baulichen Voraussetzungen gegeben sind.“

Derzeit gibt es im Land Brandenburg die Möglichkeit, eine Förderung im Rahmen des Kommunalen Infrastrukturprogrammes 2016 bis 2019 (KIP) des Ministeriums der Finanzen auch im Bildungsbereich zu beantragen. Insgesamt werden 80 Millionen Euro für Investitionen in die Bildungsinfrastruktur zur Verfügung gestellt.

Gemeinde möchte Schulzentrum Elstal entwickeln

Auf weitere Fördermittel hofft die Gemeinde Wustermark auch, weil sie ein Schulzentrum Elstal entwickeln will. Erste Pläne und Ideen liegen vor. Ziel sei es, so Schreiber, einen Campus aus Oberschule und neuer, zu bauender Grundschule zu schaffen. „Dabei soll als erster Schritt eine Dreifeld-Sporthalle hinter der jetzigen Oberschule entstehen.“ Noch in diesem Jahr müssen sich die Gemeindevertreter positionieren, um einen Antrag für ein Schulzentrum stellen zu können.

Von Jens Wegener

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