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Havelland Bahn nach Berlin: 30-Minuten-Takt nicht vor 2034
Lokales Havelland Bahn nach Berlin: 30-Minuten-Takt nicht vor 2034
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16:48 20.12.2018
Protest am Bahnhof Rathenow: Rathenows Bürgermeister Ronald Seeger und Nennhausens Amtsdirektorin Ilka Lenke fordern eine Verbesserung des Taktes auf der Strecke RE 4 Quelle: Markus Kniebeler
Rathenow

Das hatten sich die Befürworter des 30-Minuten-Taktes auf der Bahnstrecke zwischen Berlin und Rathenow anders vorgestellt. Finanzminister Christian Görke (Linke) hatte vor einiger Zeit in seiner Heimatstadt Rathenow stolz verkündet, mit dem Ausbau und der Ertüchtigung der Lehrter Stammbahnstrecke werde es möglich sein, einen 30-Minuten-Bahntakt zwischen Rathenow und Berlin einzurichten. Nun verdüstern sich diese schöne Aussichten wieder.

Ausbau der Lehrter Bahn dauert bis 2034

Das sagte jetzt Landrat Roger Lewandowski (CDU) bei einer Sitzung des havelländischen Kreistages in Rathenow. Er habe erfahren, dass der 30-Minuten-Takt mit dem Ausbau der Lehrter Stammbahn möglich sei. Das werde aber bis zum Jahr 2034 dauern. Vorher seien Planung und Umsetzung nicht bewältigt.

Weil sich Rathenow in den kommenden Jahren für Zuzügler aus Berlin interessant machen will, müsse eine bessere Anbindung auf der Schiene an die Hauptstadt erfolgen, sind sich die Kreistagsabgeordneten einig. Das betonte auch Felix Doepner von der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen. Er hofft nun, dass die verantwortlichen Hauptverwaltungsbeamten erneut Druck machen.

Christian Görke, Finanzminister und Kandidat der Linken im Landtagswahlkreis 4 fordert die Verantwortlichen auf, schneller zum Ergebnis zu kommen. Quelle: Joachim Wilisch

Nachdem im neuen Landesnahverkehrsplan ein engerer Takt zunächst gar nicht möglich schien, haben sich die Nennhausener Amtsdirektorin Ilka Lenke und Rathenows Bürgermeister Ronald Seeger (CDU) schriftlich an die Landesregierung gewandt. Rathenow wolle einen Status als „Stadt in der zweiten Reihe“ erreichen, so Ronald Seeger. Insbesondere für Wohnungssuchende aus Berlin, denen Wohnraum in der Hauptstadt zu teuer wird.

Lokalpolitiker pochen weiter auf schnellere Umsetzung

Finanzminister Christian Görke, der im kommenden Jahr im Landtagswahlkreis Rathenow-Neustadt wieder für die Partei Die Linke im Kampf um das Direktmandat antritt, hatte bei seiner Nominierung für die Kandidatur betont, die schnelle Realisierung des 30-Minuten-Taktes sei eine zentrale Forderung, die er im Zuge der Wahlauseinandersetzung formulieren wolle.

Auch Landrat Roger Lewandowski riet den Kreistagsabgeordneten, nicht nachzulassen, um schneller zum Ziel zu kommen.

Von Joachim Wilisch

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