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Havelland Abgebaggert wird im Frühjahr
Lokales Havelland Abgebaggert wird im Frühjahr
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18:09 26.08.2013
Die Güterschifffahrt auf dem Sacrow-Paretzer-Kanal wird zunehmen, wenn der Hafen im GVZ Wustermark stärker frequentiert wird. Quelle: WNA Berlin
Ketzin/havel

Gleichzeitig unterstrich er erneut, dass der Havalkanal im Zuge des Verkehrsprojektes Deutsche Einheit Nr. 17 nicht verbreitert, sondern nur in der Fahrbahnmitte um etwa 90 Zentimeter auf vier Meter vertieft werde. Man will damit die Voraussetzungen für den eingeschränkten Begegnungsverkehr mit modernen Großmotorgüterschiffen und Schubverbänden schaffen.

Der Havelkanal wurde Anfang der 50er-Jahre gebaut, um das damalige Stadtgebiet von Westberlin umfahren zu können. Er zweigt bei Niederneuendorf aus der Havel-Oder-Wasserstraße ab und mündet in der Nähe von Paretz in den Sacrow-Paretzer-Kanal. Der Sacrow-Paretzer-Kanal ist Bestandteil der Unteren-Havel-Wasserstraße und wurde in den Jahren 1874/75 als "Durchstich" zur Verkürzung der Havel-Wasserstraße zwischen den Orten Sacrow und Paretz errichtet.

Anfang des Jahres fielen die Bäume an der Mündung des Havelkanals in den Sacrow-Paretzer-Kanal. Quelle: Wolfgang Balzer

Damit die großen Schiffe in Zukunft problemlos vom Sacrow-Paretzer-Kanal in den Havelkanal einfahren können (und umgekehrt), müssen an der Landzunge etwa 100 Meter abgebaggert werden. Zudem entsteht eine Wendestelle für große Schiffe. Anfang des Jahres ließ das WNA bereits diverse Bäume auf der Paretzer Seite abholzen, um später die Standsicherheit der Dämme beziehungsweise Deiche herstellen zu können (MAZ berichtete). All das habe man entsprechend dem Planfeststellungsbeschluss zum Ausbau des Sacrow-Paretzer-Kanals von 2008, geändert im Januar 2010, gemacht. Entsprechende Ausgleichsmaßnahmen seien in Zusammenarbeit mit der Flächenagentur Brandenburg bereits umgesetzt worden, zum Beispiel auf den "Schmergower Wiesen", informierte Dietrich. Ein zentraler Punkt war außerdem der Schutz der im gesamten Baufeld des Sacrow-Paretzer-Kanals lebenden Biber. Diese wurden umgesiedelt. Zuvor hatte das WNA mehrere Ersatzbiberburgen errichten lassen.

Mehrere solcher Ersatzbiberburgen wurden außerhalb des Baufeldes am Sacrow-Paretzer-Kanal errichtet. Quelle: WNA Berlin

Bezüglich des Havelkanals versicherte er: "Wir werden die Dämme ertüchtigten, das heißt, sie werden verdichtet und nachprofiliert." Die Uferlinien bleiben entgegen ursprünglicher Planungen aber unangetastet.

Der Ausbau des Sacrow-Paretzer-Kanals erfolgt aus naturschutzfachlichen Gründen abschnittsweise über einen Zeitraum von drei Jahren. Im Moment laufen die Arbeiten in Höhe Marquardt und Nedlitz.

Von Jens Wegener

Hintergrund

  • Stellvertretend für das Aktionsbündnis gegen den Havelausbau hatte der BUND gegen den für das Projekt erlassenen Planfeststellungsbeschluss (die Baugenehmigung) geklagt.
  • Im Ergebnis eines daraufhin vor dem Bundesverwaltungsgericht erzielten Vergleichs wird der Sacrow-Paretzer-Kanal nun nur noch vertieft. Die ursprünglich vorgesehene Verbreiterung des Kanals für einen freizügigen Begegnungsverkehr der großen Schiffe fällt weg.
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