Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Havelland Abschied vom Symbol der Jugendarbeit
Lokales Havelland Abschied vom Symbol der Jugendarbeit
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:27 18.01.2015
Die Rathenower Streetworker stehen ohne Bus da.
Die Rathenower Streetworker stehen ohne Bus da. Quelle: privat
Anzeige
Rathenow

„Wir konnten mit den Jugendlichen Ausflüge machen, den Bus als mobiles Büro nutzen und sogar auf Schulhöfen präsent sein. Zum Teil führten wir im Bus Gespräche mit Jugendlichen“, erinnert sich Tilo Windt, der zuletzt als Jugendkoordinator tätig war. Seine Stelle wurde 2014 gestrichen.

Jetzt wird der bunte Bus im Stadtbild fehlen. Mit der fälligen Hauptuntersuchung im Dezember kam das Aus für den Streetworkbus. Zum einen stehen der Diakonie mit dem Wegbrechen der Jugendarbeit nicht mehr die nötigen Sachkosten zur Verfügung um das Fahrzeug zu finanzieren. Zum anderen hätte man 4000 bis 5000 Euro investieren müssen, um den Bus wieder sicher auf die Straße zu bringen, erklärt Guido Panschuk, Geschäftsführer der Diakonie Havelland.

„Für die Jugendarbeit in Rathenow ist das in jedem Fall ein Verlust “, so Panschuk. Dieser tut ganz besonders den Betreibern des Jugendfreizeittreffs auf der Magazininsel weh. André Neidt, der „Die Halle“ für den Kreissportbund Havelland (KSB) leitet, hatte den Bus für verschiedenste Arbeitseinsätze genutzt und damit Schüler abgeholt, die an den BMX-Schul-AGs teilnehmen. Bis Ende Januar kann er dafür einen Kleinbus der Stadt nutzen. Wie es danach weitergehen soll, weiß er nicht.

Zwar habe der Kreissportbund vor, ein eigenes Fahrzeug anzuschaffen, wann das umgesetzt werden kann, ist aber unklar, wie KSB-Geschäftsführer Karsten Leege mitteilte. Zuvor habe man bereits die Idee, den Streetworkbus zu übernehmen verwerfen müssen. Auch KSB kann sich die nötigen Investitionen nicht leisten. „Wir sind froh, dass uns jetzt die Stadt erstmal unterstützt“, so Leege.

Sollte für den Transport der Schüler bis Februar kein anderes Fahrzeug zur Verfügung stehen, darf André Neidt auf weitere Hilfe der Stadt hoffen. „Wir werden eine Lösung finden“, versicherte der Erste Beigeordnete, Hans-Jürgen Lemle.

Von Christin Schmidt

Havelland Buchpremiere der Arbeitsgruppe "Zusammenleben in der Stadt“ - Stasi in Falkensee
15.01.2015
Polizei Havelland: Polizeibericht vom 15. Januar - Schornsteinfeger vom Glück verlassen
15.01.2015
Havelland Auf ein Wort von Anke Fiebranz - Vorsicht, Falschparker
15.01.2015