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Havelland Abschied von der Flimmerwand
Lokales Havelland Abschied von der Flimmerwand
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17:57 25.02.2013
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PREMNITZ

. Eine wichtige Voraussetzung dafür ist der Abriss des großen Garagenkomplexes an der Friedrich-Wolf-Straße, der Anfang Februar begann. Für diese Fläche, die künftig genau hinter dem Buga-Haupteingang von Premnitz liegen wird, hat es schon einmal Planungen gegeben, die unter anderem Gärten mit wechselnder Bepflanzung vorsahen. Mittlerweile ist klar, dass diese Ansätze noch einmal überarbeitet werden.

„Gärten, die sich wandeln, werden wir weiterhin haben“, hat Frank Schröder, Leiter gärtnerische und technische Durchführung beim Buga-Zweckverband, dieser Zeitung gesagt. Auch der Anbau von Obst und Gemüse sei gesetzt. Neu in die Planungen gekommen ist nun aber das Thema nachwachsende Rohstoffe – zumindest in der jetzt angedachten Größenordnung. Wie Frank Schröder sagte, ist eine Kooperation mit der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR) vorgesehen. Es sei sogar an den Bau eines Pavillons gedacht, der ein Informationszentrum nachwachsende Rohstoffe beherbergen könnte.

Eine größere Rolle als bislang vorgesehen sollen auch größere Gehölze wie Weiden und Pappeln spielen. Einige sollen noch im Herbst dieses Jahres eingepflanzt werden, damit sie mehr Zeit zum Wachsen haben. Aus Weidenholz könne man Fasern herstellen, sagt Frank Schröder, die sich zum Beispiel für die Herstellung von Autoinnenverkleidungen einsetzen lassen. Es sollten auch mehr Gehölze in Kübeln aufgestellt werden. Umfangreicher ausgestaltet werden soll eine Großspielfläche auf dem Premnitzer Buga-Gelände. Der Gedanke kam auf, als geklärt wurde, dass dort ein Boule-Platz eingerichtet werden soll. Nunmehr sollen weitere Spiele wie Schach, Dame, Mühle, Mensch-ärger-Dich-nicht und Scrabble mit großen Elementen angeboten werden.

Herausgestellt hat sich mittlerweile, dass viele Vorschläge für den Energieerlebnispark in Premnitz nicht umzusetzen sind. Hier hatte zwar ein Berliner Büro den Ideenwettbewerb gewonnen, doch werden vermutlich nur zwei der Elemente tatsächlich umgesetzt. Es habe sich gezeigt, sagt Frank Schröder, dass verschiedene Objekte technisch nicht praktikabel umsetzbar seien oder dass der finanzielle Aufwand zur Verwirklichung nicht zu vertreten sei. So habe man sich vom liegenden Flügel einer Windkraftanlage, der Flimmerwand und vom Wassertunnel verabschieden müssen. Technisch machbar sei aber das Kinderkraftwerk, das in Form eines Wasserspielplatzes auch umgesetzt werden solle.

Etwas, das es in allen Buga-Kommunen so nicht noch einmal gibt, betont Frank Schröder, sei der Naturerlebnispfad im Feuchtwald an der Havel in der Nähe des Kahnhafens. In Abstimmung mit dem Besucherzentrum des Naturparks in Milow solle ein Konzept entwickelt werden, wie dort die Natur an der Havel erklärt werden kann.

Bürgermeister Roy Wallenta hat sich mit seinen Äußerungen zu neuen Buga-Plänen für Premnitz sehr zurückgehalten. Was den Energieerlebnisgedanken betreffe, sagte er, sei nur bei zwei der bislang geplanten Objekte Praxistauglichkeit und Kostenverträglichkeit gewährleistet. Es gebe mit anderen Partnern gute Gespräche. In Zusammenarbeit mit dem Buga-Zweckverband werde die Verwaltung einen Vorschlag erarbeiten, der den Stadtverordneten im September vorgelegt werde. Das sei dann die Variante, die öffentlich diskutiert werden könne. (Von Bernd Geske)

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