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Havelland Kuh und Mensch im Wohlfühlstall
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16:45 16.06.2014
Herdenmanagerin Susan Matjasch an der Anlage. Quelle: N. Stein
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Elslaake

Susan Matjasch hat schon überlegt, ob sie sich nicht bei „Wetten, dass...“ anmelden sollte. Wetten würde sie, dass sie in der neuen Milchviehanlage der Agrargenossenschaft Hohennauen jede Kuh erkennt, obwohl die Tiere ihr Halsband mit den jeweiligen Erkennungsdaten nicht tragen. „Bei den Kühen ist es wie bei den Menschen“, meint die junge Frau, die ihren Abschluss zur Landwirtschaftsmeisterin in der Tasche hat.

Jede Kuh sei anders, eben ein Individuum, meint Susan Matjasch. Und sie kennt die Kühe in der neuen Anlage in Elslaake wie andere Menschen noch nicht einmal ihre eigene Westentasche kennen. Susan Matjasch ist Herdenmanagerin und damit Chefin in der für vier Millionen Euro errichteten Anlage, in der vier Roboter an zehn Einstellboxen rund um die Uhr 500 Kühe melken.
Weil sie Natur und Tiere liebt ist Susan Matjasch Landwirtin geworden. Sie kann Kühe von Hand melken, ebenso beherrscht sie aber auch moderne Technik. Das die Herdenmanagerin auch sehr viel am Computer zu tun hat, haben Landrat Burkhard Schröder und Wirtschaftsleute aus der Region von Susan Matjasch bei einer Besichtigung der neuen Milchviehanlage erfahren.

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Jede Kuh hat ein Fußband, auf dem Daten gespeichert sind, die Aussagen zur Milchleistung zulassen. Der Computer liest diese Daten aus. Zudem gibt es Hinweise zu Milchqualität und Tiergesundheit. Ihrem Biorhythmus folgend kommt jede Kuh drei bis vier Mal am Tag zum Roboter um sich melken zu lassen. Natürlich gibt es noch einen zusätzlichen Anreiz für die Kühe, in die Einstellbox zu gehen. Während sie vom Roboter ge-molken werden, bekommen sie nur hier Kraftfutter, je nach Milchleistung pro Tag sechs bis acht Kilogramm, verteilt auf die einzelnen Melkgänge und vom Computer erfasst und kontrolliert.

Silage bekommen die Tiere außerhalb der Melkzone an ihren Liegeplätzen von den Mitarbeitern gereicht. Zudem verbraucht jede Kuh pro Tag zwischen 80 und 120 Liter Wasser. „Einfach imposant“, sagt Burkhard Schröder zu der Anlage, in der mit Waschbürsten, Klimaanlagen und europäischer Spitzentechnologie für modernen Kuhkomfort gesorgt ist. Die Kühe geben in dieser Wohlfühlatmosphäre mehr Milch. Eingeweiht wurde die neue Anlage im Dezember. Voll mit Kühen belegt ist sie seit Ende März. „Die Anlage läuft gut“, erklärte die Herdenmanagerin den Gästen.
Günter Stöckel, Vorstandsvorsitzender der Agrargenossenschaft Hohennauen, hielt sich mit den Politikern und Wirtschaftsleuten im Besucherraum auf, von wo aus sie die Arbeit der Melkroboter beobachteten. Einen Becher frische Milch gab es danach für alle.

Von Norbert Stein

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