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Havelland Altes Handwerk vor großem Publikum
Lokales Havelland Altes Handwerk vor großem Publikum
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16:27 09.05.2013
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PAAREN/GLIEN

Und damit die Brandenburgische Landwirtschaftsausstellung eröffnet.

Die Gäste nahmen ihn beim Wort. Sie kosteten sich durch das Angebot. Unter Schnitzeln, Schweinebraten und Buletten bogen sich die Teller, Käse duftete den Hungrigen in allen Variationen entgegen, es gab Exotisches und Hausgemachtes, süße Verführungen und saure Gurken. Selbst Biber Opti, der eigentlich auf dem gesamten Gelände für den Rathenower Optikpark werben sollte, wurde auffällig oft in der Schlemmerhalle gesehen.

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Während die Brala-Besucher sich also ausgiebigen Mahlzeiten hingaben, bearbeitete Wilhelm Hoffmann junge Birkentriebe. Seit Jahren schickt der Großderschauer Kolonistenhof eine Abordnung zur größten Landwirtschaftsschau Brandenburgs, und seit Jahren ist Wilhelm Hoffmann mit von der Partie. Während Landwirtschaftsminister Jörg Vogelsänger in einem supermodernen 260-PS-Traktor vorgefahren wurde, demonstrierte Hoffmann den Besuchern nebenan, dass Hightech nicht alles ist. Ohne Bohrer und Elektrosäge, sondern nur mit der Kraft und dem Geschick seiner Hände band Hoffmann Besen. Einer schöner und stabiler als der andere. „Oh, guck mal, das ist so ein Besen, wie Vati sie immer gemacht hat“, sagte eine ältere Dame, und nahm das gerade entstandene Kehrgerät prüfend in die Hand. „Sie werden keinen finden, der besser kehrt“, sagte der Schöpfer des Besens selbstbewusst.

Hoffmanns Kollege Jürgen Wels, ebenfalls Vertreter des Kolonistenhofs, führte die neugierigen Besucher derweil in die Kunst des Seilerns ein. Und weil er Unterstützung brauchte, bat er den kleinen Max, ihm zu helfen. Der drehte an einer großen Kurbel und flocht die Einzelstricke so zu einem stabilen Seil.

Helga Klein, Vorsitzende des Heimatvereins Großderschau, sprach mit den Gästen und warb leidenschaftlich für einen Ausflug zum Kolonistenhof. Bei kaum einer anderen Veranstaltung komme man mit so vielen Menschen in Kontakt, sagte sie. Und wenn sich nur ein winziger Bruchteil der Brala-Besucher zu einem Ausflug ins Westhavelland entschlösse, dann habe man das Ziel schon erreicht. (Von Markus Kniebeler)

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