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Havelland Am Ortseingang grüßt der Mühlennachbau
Lokales Havelland Am Ortseingang grüßt der Mühlennachbau
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21:02 13.08.2019
„Die Dorf Spatzen“ sangen zum Mühlenfest das „Heimatlied Steckelsdorf“. Quelle: Uwe Hoffmann
Steckelsdorf

Zum ersten Mühlenfest lud der Heimatverein Steckelsdorf ein und etwa ein Viertel der rund 745 Steckelsdorfer kam zusammen, um bei einem Bier und einer Bratwurst vom Grill mit dem Nachbarn zu schwatzen, sich an das selbst gestaltete Programm zum kürzlichen Dorffest zu erinnern oder über neue Projekte im Ort zu diskutieren.

Eine Charakter-Element

„Viele Dörfer begrüßen ihre Gäste am Ortseingang mit selbst gestalteten, den Ort charakterisierenden Elementen: Heuballenfiguren, einem Angelkahn oder gestalteten Wegweisern“, sagte Ortsvorsteher Corrado Gursch in einleitenden Worten.

Der Mühlennachbau am Ortseingang Steckelsdorf begrüßt die Gäste. Quelle: Uwe Hoffmann

„Wir haben im Jahr 2015 erstmals einen verkleinerten Nachbau einer Windmühle am Ortseingang aus Richtung Rathenow aufgestellt,“ so Gursch. „Jetzt hat der Dekorationsgestalter und Illusionsmaler Enrico Schönfeld seine mittlerweile verwitterte erste Mühle aus beständigerem Holzmaterial erneuert und gestaltet.“ Mit dem Mühlenfest wurde diese neue Mühle nun übergeben. Sie soll an die zwei Windmühlen erinnern, die früher im Ort standen.

Die Geschichte

In dem heutigen Rathenower Ortsteil wurde 1772 durch Familie von Katte, die das 1690 errichtete Rittergut Steckelsdorf 1724 erwarb, auf dem Steckelsdorfer Berg, Richtung Schollene, eine Windmühle errichtet. In den Folgejahren wurde diese Mühle an Familie Schmidt verkauft. Ein Wirbelsturm im August 1917 zerstörte die Mühle völlig. Eine zweite Windmühle, die der Familie Drust, wurde 1840 an anderer Stelle im Ort erbaut und 1894 umgebaut. Diese Mühle wurde in den letzten Kriegstagen gesprengt.

Das Heimatlied

Zum Mühlenfest sangen die „Dorf Spatzen“ das „Heimatlied Steckelsdorf“. Der unbekannte Autor muss begeistert gewesen sein: „Wer in Steckelsdorf geboren ist, dieses Fleckchen Erde nicht so leicht vergißt. Landen kann man heute gar schon auf dem Mond, doch nach Steckelsdorf auch die Reise lohnt“, heißt es im Text.

Die Einwohner kamen zusammen und feierten. Quelle: Uwe Hoffmann

Seit sechs Wochen verstärkt Achim Specht mit seinem E-Piano das bisherige A-Kapella-Sextett. Mit Carolin und Dominic Berthold stellen zwei junge Steckelsdorfer, wie bereits zum Festumzug „800 Jahre Rathenow“, das „Müllerpaar“ des Dorfes dar. Günter Seidemann, Mitglied des Fördervereins Bockwindmühle Bamme, erklärte Interessierten zum Fest die Technik einer alten Bockwindmühle.

Hilfe von Sponsoren

Der Steckelsdorfer Mühlennachbau wurde mit finanzieller Unterstützung durch Sponsoren in Höhe von 1000 Euro und einen Zuschuss des Ortsbeirats über 700 Euro aufgestellt. Mit dem Mühlenfest kam ein kleiner Teil der noch offenen Kosten in Höhe von 1300 Euro zusammen.

Der Heimatverein

Der 2004 gegründete Heimatverein Steckelsdorf hat es sich auf die Fahne geschrieben, die Geschichte des Ortes zu erforschen, aufzuarbeiten und Traditionen neu zu beleben oder zu erhalten. Mit der Wahl eines neuen Vorstandes, nachdem einige aktive Vereinsmitglieder sich im letzten Jahr zurückzogen, bekam der Heimatverein mit neuen Ideen wieder Schwung.

Mit rund 20 neu gewonnenen Steckelsdorfern sind es nun 62 Mitglieder.

Von Uwe Hoffmann

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