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Havelland „Antaris“ in Stölln belebt Handel der Region
Lokales Havelland „Antaris“ in Stölln belebt Handel der Region
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15:52 09.07.2019
Am Fuße des Stöllner Gollenbergs feierten Tausende Menschen aus aller Welt das 25. Antaris-Festival. Quelle: Christin Schmidt
Stölln

Seit Jahren ist Antaris ein fester Termin im Veranstaltungskalender des Westhavellandes und viele Kommunalpolitiker und Geschäftsleute wie Musikfans wollen, dass das so bleibt. Vier Tage haben die Antaris-Tänzer Stölln und den Gollenberg erbeben lassen. Nun ist das Festival zu Ende und Antaris bricht seine Zelte ab.

Quadfasel: „Der Handel vor Ort profitiert von dem Festival“

Bis zum nächsten Jahr? Das hofft nicht nur der Veranstalter Uwe Siebert. Zum Beispiel hat sich Guido Quadfasel, Bürgermeister der Gemeinde Havelaue im Sozialen Netzwerk Facebook geäußert. Er konstatiert, Antaris sei ein Gewinn für die gesamte Region. Nicht nur, weil Menschen aus Deutschland, Europa und der Welt herkommen. „Der Handel vor Ort profitiert von dem Festival“, so Quadfasel. Dazu seien die Eintrittspreise stabil. Verglichen mit dem, was zu Konzerten von einigen Größen im Musikgeschäft verlangt wird, sei der Ticketpreis sogar günstig.

Die Besucher hatten ihren Spaß. Quelle: Christin Schmidt

Darum hofft Quadfasel, dass die Gemeindevertretung Gollenberg noch einmal mit sich reden lässt, wenn es um die Pacht geht, die für das Festival mit dem Veranstalter vereinbart wurde. Zur Erinnerung: 25 000 Euro sind für die vier Tage (plus Auf- und Abbau) an die Gemeinde zu überweisen. Außerdem müssen Schäden, die während des Festivals auf dem Gelände entstehen, beseitigt werden.

Weniger Zins ist akzeptabel

Für Guido Quadfasel steht fest, dass eine etwas geringerer Pachtzins auch noch akzeptabel wäre. Wiege man das gegen die Vorteile auf, die der Region erwachsen, sei das zu verkraften.

Der Havelauer Bürgermeister Guido Quadfasel. Quelle: Norbert Stein

Ähnlich sehen es Einzelhändler zwischen Rathenow und Rhinow. Hier versorgen sich die Konzertbesucher für die vier Tage, auch Standbetreiber holen hier Ware. Unisono erklären die Gewerbetreibenden, Antaris tue dem Handel gut. So gut, dass der Leiter eines großen Verkaufsmarktes ganz spontan Trinkwasser spendierte – einfach nur, um seine Dankbarkeit zu zeigen, dass es Antaris in Stölln gibt.

Grundsätzliches Ja liegt vor

Im Grunde, so haben es die Gemeindevertreter von Gollenberg bereits festgelegt, darf und soll Antaris auch im kommenden Jahr am Gollenberg stattfinden. Ob das auch zu einem geringeren Pachtzins möglich ist, wird man sehen.

Kritische Stimmen

Bekannt ist, dass es in Stölln auch kritische Stimmen zu dem Festival gibt. Ein Stöllner hob am Samstag zu einem Rundumschlag an. Er kritisierte, dass es zwischen den Veranstaltern und dem Amt und den Genehmigungsbehörden enge Verbindungen gebe. Ein Engpass sei auch die Trinkwasserversorgung auf dem Gollenberg, so der Stöllner.

Veranstalter Uwe Siebert (links). Quelle: privat

Veranstalter Uwe Siebert hat bereits angedeutet, dass er über die Pacht verhandeln will. Grundsätzlich würde er sich ebenso auf eine Neuauflage in Stölln freuen. Trotzdem hatte er bereits bei der Ankündigung zu Antaris versteckt durchblicken lassen, dass vielleicht zum letzten Mal am Fuße des Gollenberg getanzt wurde.

Von Joachim Wilisch

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