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Havelland Asylbewerber in Nauen erstochen – Angeklagter schweigt
Lokales Havelland Asylbewerber in Nauen erstochen – Angeklagter schweigt
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13:57 18.12.2017
Der Angeklagte muss sich nun vor Gericht verantworten.
Der Angeklagte muss sich nun vor Gericht verantworten. Quelle: dpa
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Potsdam

Ein 26-jähriger Flüchtling aus Somalia muss sich vor dem Landgericht Potsdam verantworten, weil er einen 29-jährigen Landsmann im Streit erstochen haben soll. Die Staatsanwaltschaft warf dem 26-Jährigen zum Prozessauftakt am Montag heimtückischen Mord vor. Das Motiv für die Bluttat im März 2017 in einem Flüchtlingsheim in Nauen (Havelland) blieb zunächst unklar, weil der Angeklagte zu der Tat schweigt.

Stach unvermittelt zu

Der 26-Jährige habe nach einem Streit mit seinem Mitbewohner im Hausflur unvermittelt ein 20 Zentimeter langes Messer aus dem Hosenbund gezogen und auf seinen Kontrahenten eingestochen, erklärte der Staatsanwalt in der Anklageverlesung. „Das völlig überraschte Oper hatte keine Chance zur Gegenwehr.“ Einer der beiden Stiche in den Oberkörper traf das Herz des 29-Jährigen, der noch am Tatort starb.

Weitere Tage geplant

Der Anwalt des 26-Jährigen erklärte, dass sich sein Mandant zunächst weder zu seiner Person noch zu den Vorwürfen der Anklage äußern werde. Für den Prozess sind noch fünf Verhandlungstage mit Zeugenvernehmungen bis zum 22. Januar angesetzt.

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Von MAZonline