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Havelland Asylkritiker Kaiser will Bürgermeister werden
Lokales Havelland Asylkritiker Kaiser will Bürgermeister werden
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00:19 29.10.2017
Der Herausforderer: Christian Kaiser will zur Bürgermeisterwahl antreten. Quelle: Markus Kniebeler
Rathenow

Der erste Herausforderer steht fest: Christian Kaiser tritt zur Rathenower Bürgermeisterwahl am 25. Februar des kommenden Jahres an. Wie Wahlleiter Jörg Zietemann auf MAZ-Anfrage bekannt gab, hat sich Kaiser am Dienstag im Rathaus gemeldet, um seine Kandidatur bekannt zu geben und die erforderlichen Formalitäten zu erledigen.

Christian Kaiser dürfte vielen Rathenowern bekannt sein. Im Oktober 2015 war er Mitbegründer des Bürgerbündnis Havelland, das gegen die Asylpolitik der Bundesregierung mobil machte. Die Dienstags-Kundgebungen auf dem Märkischen Platz, auf denen rechte, ausländerfeindliche Parolen unüberhörbar waren, lockten in den Hochzeiten bis zu 800 Menschen an. Zuletzt kamen nur noch zwischen 20 und 40 Leute.

Da Kaiser nicht von einer Partei vorgeschlagen wurde, sondern als Einzelbewerber antritt, muss er seiner Kandidatur bis zum 20. Dezember 56 Unterstützungsunterschriften beifügen. Die Listen, in die sich alle im Wahlgebiet wahlberechtigten Personen eintragen können, liegen im Servicebereich des Rathenower Rathauses aus.

Der gelernte Mechatroniker ist damit der erste Herausforderer von Ronald Seeger, der im Jahr 2002 erstmals zum Bürgermeister gewählt wurde und 2010 das Duell gegen den heutigen Vize-Bürgermeister Hans-Jürgen Lemle mit großem Vorsprung gewann. Bereits im Frühjahr hatte der 60-Jährige angekündigt, im Februar 2018 erneut zur Wahl anzutreten. „Ich möchte die erfolgreiche Arbeit für die Stadt Rathenow fortführen“, hatte er damals gesagt. Er habe die Kraft und die Lust, eine weitere Amtsperiode in Angriff zu nehmen.

Weitere Kandidaten haben sich bis zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht gemeldet. „Wir sind noch im Findungsprozess“, sagte Hendrik Öchsle, Vorsitzender der Rathenower Linken. Spätestens in Dezember werde man bekannt geben, ob man einen Kandidaten ins Rennen schicke. Ähnlich die Aussage von Rathenows SPD-Chef Hartmut Rubach. Die Partei sei dabei, die Frage einer Kandidatur zu klären. Im Laufe des kommenden Monat werde eine Entscheidung fallen.

Letzter Termin für die Einreichung von Wahlvorschlägen ist der 21. Dezember. Am 27. Dezember tritt der Wahlausschuss der Stadt zusammen und prüft die Kandidatenvorschläge auf ihre Rechtmäßigkeit. Die Rathenower Bürgermeisterwahl findet am Sonntag, 25. Februar, statt. Sollte eine Stichwahl notwendig werden, geht diese am 11. März über die Bühne.

Von Markus Kniebeler

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