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Havelland Schüler auf Zukunftssuche
Lokales Havelland Schüler auf Zukunftssuche
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09:54 29.09.2014
Quelle: V. Maloszyk
Brandenburg an der Havel

 „Tut mir leid, die sind restlos vergriffen.“ Diesen Satz gibt es am vergangenen Samstag beim Berufemarkt in Brandenburg mehr als einmal zu hören, wenn sich einer der jugendlichen Interessenten nach Informationsmaterial zu den mehr als 240 Berufsbildern erkundigt. Denn der erstmals für die gesamte Wirtschaftsregion Westbrandenburg zusammengelegte Berufemarkt ist derart gut besucht, dass bereits zur Mittagsstunde an vielen Ständen kaum noch Flyer übrig sind.

Bereits zum 16. Mal hat der Koordinierungskreis Berufsorientierung als Initiator der Veranstaltung zum Berufemarkt nach Brandenburg eingeladen. Doch vom regelrechten Ansturm der einfallenden Schülermassen sind fast alle der ausstellenden Betriebe und Institutionen positiv überrascht.

Im Technologie- und Gründerzentrum (TGZ) sowie im Überbetrieblichen Ausbildungszentrum (ÜAZ) finden sich bereits am Morgen tausende Schüler aus der Region ein, um sich mit Freunden Eltern über Karrierewege zu informieren. „Die meisten Schüler haben sich sogar für das Frühaufsteher-Shuttle entschieden“, sagt Brandenburgs Oberbürgermeisterin Dietlind Tiemann erfreut.

Mit ihren Amtskollegen Roy Wallenta aus Premnitz und Ronald Seeger aus Rathenow steht Tiemann als Schirmherrin für den Berufemarkt Pate. Mit der Neuausrichtung auf die gesamte Wirtschaftsregion Westbrandenburg habe die Veranstaltung einen bedeutenden Schritt gemacht, um den Ausbildungsstandort besser und klarer zu vermarkten und damit Jugendliche in der Region zu halten.

Beeindruckend sei die Rückmeldung, so lautet fast einhellig das Fazit an den Ständen. Erst am Nachmittag ebbt der Besucherandrang bei den 88 Ausstellern – im Vorjahr: 63 – langsam ab. Die Palette der Ausbildungs- und Studienangebote beginnt bei den Klassikern im Handwerk, in Verwaltung und Kaufmannberufen.

Vielfach vertreten sind Tischler, Maurer und Kfz-Mechaniker genauso wie Bankkauffrauen, Bäcker und Verwaltungsfachangestellte. Immer beliebter werden auch einige bislang eher exotisch anmutende Ausbildungszweige. Besonders nachgefragt wird beispielsweise das Berufsbild des Geomatikers, einer Vertiefung des Vermessungstechnikers, das der Landkreis Havelland anbietet.
Im Handwerk wiederum ist etwa die Ausbildung zum Baugeräteführer wiederum sehr populär. Auffällig ist der Trend zum kombinierten Studium. Viele Firmen sehen in der Kombination von Praxis und Studium eine große Chance.

Stimmen zum Berufemarkt für die Region Westbrandenburg

David Vegelahn: „Ich bin privat bei Bekannten schon viel Bagger gefahren.“ Der 15 Jahre alte Schüler ist klar in seinem Berufswunsch, Baugeräteführer zu werden.
Nico Vogel vom Internationalen Bund in Brandenburg: „Das Freiwillige Soziale Jahr etabliert sich immer mehr als Findungsjahr.“
Philipp Thonke: „Wir haben sehr viele besonders individuelle Kontakte knüpfen können.“ Der Junior-Chef der Rathenower Bäckerei Thonke freut sich über das hohe Niveau beim Berufemarkt.
Jörg Lebert: „Der Beruf ist im Kommen, auch weil wir immer mehr Hightech benutzen.“ Der Ausbilder glaubt an die Zukunft des Berufsbilds Baugeräteführer.
William Wendt: „Viele unserer gestaltungstechnischen Assistenten haben mittlerweile einen Studienplatz bekommen." Er ist Englisch-Lehrer an der Medienschule Babelsberg.
Carolin Jany: „Das neue Studienangebot ist bei uns erstaunlicherweise am meisten gefragt.“ Die Ausbilderin der ZEG Zentraleinkauf Holz + Kunststoff freut sich übers Interesse.
Laura Pahle: „Ich interessiere mich grundsätzlich für den gestalterischen Bereich, bin aber erst mal nur neugierig." Die 16 Jahre alte Schülerin möchte vielleicht im Mediensegment eine Ausbildung absolvieren.
Anke Ketter: „Ich bin erstmals hier und hatte ein super Feedback.“ Die Leiterin des Edeka-Centers in Premnitz ist mit ihrem Firmenauftritt zufrieden.
Dominic Bothe: „Ich will zwar Abitur machen, möchte mich aber schon jetzt orientieren.“ Der Neuntklässler interessiert sich für Praktika in technischen Berufen. tn

Bei aller Euphorie ist auch der Fachkräftemangel ein zentrales Thema – über alle Berufsgrenzen hinweg. „Die Bewerberanzahl schrumpft, auch die Qualität der Bewerber wird schlechter“, seufzt Junior-Chef Philipp Thonke vom gleichnamigen Rathenower Bäckerei-Unternehmen. So könne man als innovatives mittelständisches Handwerksunternehmen, das seinen Azubis Perspektiven im eigenen Betrieb biete, die möglichen zehn Ausbildungsstellen pro Jahr fast nie ganz besetzen.

Von Tobias Nandelstädt

Jede Menge Jobs und Ausbildungsplätze: MAZjob.de

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