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Havelland Fürs Studium: Optikerinnung hat investiert
Lokales Havelland Fürs Studium: Optikerinnung hat investiert
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00:17 24.01.2016
Innungsgeschäftsführer Christoph Koltermann am neu angeschafften optischen Kohärenztomographen.
Innungsgeschäftsführer Christoph Koltermann am neu angeschafften optischen Kohärenztomographen. Quelle: Bernd Geske
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Rathenow

Am 1. September beginnt der neue duale Studiengang „Augenoptik/Optische Gerätetechnik“, dessen Studenten in Rathenow und Brandenburg/H. lernen werden. Die Lehraufgaben teilen sich die Augenoptiker- und Optometristeninnung des Landes, die ihren Sitz und ihr Bildungszentrum im Gewerbegebiet Rathenow-Süd hat, und die Fachhochschule Brandenburg, die am 1. März zur Technischen Hochschule umfirmiert. Wie Innungsgeschäftsführer Christoph Koltermann sagt, wird die Arbeitsteilung zwischen beiden Einrichtungen klar geregelt sein. Die Technische Hochschule wird die Optische Gerätetechnik übernehmen, und das Bildungszentrum in Rathenow die Augenoptik.

Grundsätzlich sei in Rathenow die gesamte erforderliche Ausrüstung vorhanden, erklärt Christoph Koltermann, denn bisher seien hier schon seit vielen Jahren Augenoptikermeister und Optometristen ausgebildet worden. Die Innung habe aber im vergangenen Jahr noch einmal 220 000 Euro investiert, um auf dem neusten Stand der Technik zu sein. An großer Anteil dieser Summe seien Fördermittel vom Bund und vom Land. Neu angeschafft wurde etwa ein Screening-Gerät, mit dem über ein Rasterverfahren ermittelt werden kann, ob ein Auge im Bezug auf Krankheiten auffällig ist oder nicht. Gekauft worden ist auch ein optischer Kohärenztomograph der neusten Generation (Foto). Mit diesem lässt sich ein Querschnitt durch die Netzhaut des Auges darstellen, um Veränderungen frühzeitig festzustellen.

Sehr selten ist bislang noch die ebenfalls neu erworbene Ultraweitwinkel-Funduskamera, die mit einem Aufnahmewinkel von 200 Grad fast die gesamte Netzhaut abbilden kann. Normale Kameras dieser Art schaffen nur 60 bis 70 Grad, erklärt Christoph Koltermann. Ein möglichst großer Winkel sei aber wichtig, weil die gefährlichsten Veränderungen meist im Außenbereich der Netzhaut beginnen. Nicht zuletzt ist ein Archivraum des Bildungszentrums umgebaut worden in ein Praxiszimmer für vergrößernde Sehhilfen, Kinderoptometrie und Visualtraining.

Der Plan ist so, dass die Studenten durchschnittlich gesehen zwei Tage pro Woche in Rathenow und drei Tage in Brandenburg sind. Augenoptik und Optische Gerätetechnik laufen parallel. Der erste Studentenjahrgang ist für eine Gruppengröße von 24 Personen konzipiert. Sollte es mehr Bewerbungen geben, sagt Christoph Koltermann, sei das kein Problem: „Dann richten wir zwei Züge ein.“

Von Bernd Geske

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