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Havelland Ausbau des Rosenwegs kurz vor dem Abschluss
Lokales Havelland Ausbau des Rosenwegs kurz vor dem Abschluss
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13:15 23.10.2017
Auf dem Rosenweg laufen die letzten Arbeiten.
Auf dem Rosenweg laufen die letzten Arbeiten. Quelle: Bernd Geske
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Premnitz

Der Ausbau des Rosenwegs in der Premnitzer Siedlung ist so gut wie abgeschlossen. Die Endabnahme der Bauarbeiten findet am 26. Oktober statt, teilt Monika Gettel vom Bereich Tiefbau der Stadtverwaltung mit. Sollte bei diesem Termin alles in Ordnung sein, könne die Straße für den Verkehr wieder freigegeben werden. Der Lagerplatz für Baumaterial an der Thomas-Mann-Straße werde bereits zurück gebaut. Die Pflasterarbeiten seien abgeschlossen, nur der Wasser- und Abwasserverband habe noch einige wenige Dinge an den Schächten zu erledigen.

Sollte es bei der Bauabnahme in der Tat keine Mängel geben, dann würde der Rosenweg rund drei Wochen früher fertig werden als es bei der ursprünglichen Planung vorgesehen war. Die Verwaltung war zu Beginn der Maßnahme am 3. Mai von einem Ende in der Mitte des Monats November ausgegangen. Zwischenzeitlich hatte es durch hohe Grundwasserstände bei den Arbeiten, die tiefer ins Erdreich gingen, Verzögerungen gegeben.

Alles deutet darauf hin, dass der Kostenrahmen eingehalten wird

Es stehen zwar noch die letzten Rechnungen aus, aber bislang deutet alles darauf hin, dass der Kostenrahmen eingehalten wird. Als Bausumme für den Straßenanteil der Stadt sind rund 200 000 Euro vorgesehen. Durch Vorausleistungsbescheide sind die Anwohner bereits zu rund 90 Prozent an den auf sie entfallenden Kosten beteiligt worden. Nach der Endabrechnung werden sie noch eine kleine Nachzahlung leisten müssen. Insgesamt sollen die Anliegerbeiträge bei rund 100 000 Euro liegen.

Im Laufe der Jahre sind in der Siedlung einschließlich Rosenweg bislang zehn Anliegerstraßen erneuert worden. Mit 450 Metern ist der Rosenweg dabei das längste Straßenstück gewesen. Der Wasser- und Abwasserverband hat die Gelegenheit genutzt, um zeitgleich zum Straßenbau die Trink- und Schmutzwasserleitungen zu erneuern. Wie alle Straßen in der Siedlung ist auch der Rosenweg als Mischverkehrsfläche in Betonpflaster ausgeführt worden. Er ist 4,50 Meter breit geworden, weil der Raum zwischen den Häusern auf beiden Seiten mehr Platz nicht hergibt. Alle Verkehrsteilnehmer nutzen gleichberechtigt die Fahrbahn. Zur besseren Begehbarkeit ist aber an einer Seite ein einen Meter breiter Streifen mit einer Doppel-T-Pflasterung verlegt worden. Das Pflaster ist mit Tiefborden eingefasst, damit das Regenwasser in die Versickerungsmulde neben der Straßenfläche abfließen kann.

Am Rosenweg gibt es Urnengräber aus der Bronze- und der Eisenzeit

Die Bauarbeiten sind archäologisch begleitet worden, weil der Rosenweg im Bereich eines Bodendenkmals verläuft. Es gibt dort Urnengräber aus der Bronze- und der Eisenzeit und einen Siedlungsraum aus dem slawischen Mittelalter.

Im nächsten Jahr will die Stadt Premnitz die Mozartstraße am See ausbauen lassen, weil diese wegen verschiedener Unebenheiten als Gefahrenquelle angesehen wird. In der Prioritätenliste der Investitionen im Jahr 2018 steht die Mozartstraße auf Platz 1. Als Bausumme sind 580 000 Euro vorgesehen.

Von Bernd Geske