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Havelland Begeisterung bei Gitarrenkonzert
Lokales Havelland Begeisterung bei Gitarrenkonzert
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17:22 18.12.2016
Der Virtuose Jacques Stotzem war am Sonnabend beim Konzert im Bürgerhaus Finkenkrug von Falkensee zu erleben. Quelle: Hans-Peter Theurich
Falkensee

„Sehen Sie mir bitte nach, dass ich nicht singe – glauben Sie mir, es ist besser für alle Beteiligten“, sagte Jacques Stotzem mit charmanter Bescheidenheit. Sein umjubeltes Gitarren-Konzert fand am Sonnabend vor ausverkauftem Saal im Finkenkruger Bürgerhaus von Falkensee statt. Der Belgier war zum dritten Mal in Falkensee, die Wiedersehensfreude war auf beiden Seiten groß.

Auf Deutsch kündigte Jacques Stotzem sein erstes Stück an: „Twenty-one“. Die rockigen Klänge und Melodien seiner Akustikgitarre schwebten durch den wohnzimmerartigen Raum des Bürgerhauses.

Der Musiker stammt aus Verviers, einer kleinen Stadt im Osten Belgiens. Ihr hat er eine liebenswürdige Ballade gewidmet. Mit Hilfe seiner Finger und Saiten erzählte er eine Geschichte. Als Zuhörer konnte man sich spielende Kinder auf den Straßen vorstellen. Ein musikalisches Leitmotiv führte durch enge Gassen an immer denselben Fassaden entlang. „Es ist ein sehr romantisches Stück, obwohl es in meiner Heimatstadt nicht viel zu sehen gibt“, sagte der Musiker augenzwinkernd. Seine Komposition „Oasis“ begann zunächst sehr melodiös und verhalten, bis sich die orientalische Impression druckvoll steigerte. Dabei trommelte der Künstler mit seinen Fingern auf dem Resonanzkörper des Instruments.

Jacques Stotzem brachte sich als Junge selbst das Gitarre spielen bei. Eines seiner Vorbilder, neben Django Reinhardt, war Marcel Dadi, der in den 70er Jahren eine Platte herausgab mit einem Notenblatt. Genau das hatte der junge Jacques immer gesucht. In Finkenkrug spielte er „Picking in Paris“, seine Hommage an Marcel Dadi.

Auch Rory Gallagher gehört zu den Heroen des Belgiers. Dem 1995 verstorbenen Gitarristen widmete Jacques Stotzem das Album „To Rory“ zu dessen 20. Todestag. „Tattoo’d Lady“ erinnerte an den legendären Iren. Das Publikum war bei dem Lied regelrecht aus dem Häuschen vor Glück.

Ebenfalls von Rory Gallagher stammt das Stück „Out on the Western Plain“ mit Country-Riffs. Die Atmosphäre im Bürgerhaus wurde mit der Zeit immer lockerer. Das begeisterte Publikum dankte mit langem, jubelndem Applaus für einen eindrucksvollen Gitarrenabend. Iris Gordon nutzte die Gelegenheit, auf das Programm im neuen Jahr hinzuweisen: Damit will sich das Haus weiterhin als eine gute Adresse für kulturelle und soziale Begegnungen empfehlen.

Den schwungvollen Auftakt macht am 21. Januar „Man nennt mich Tango“, ein Theaterstück zur Geschichte des Tanzes aus Argentinien. Acht Konzerte folgen, jeden Monat eins; unterbrochen in der Sommerpause von Juli bis September.

2017 gibt es jede Menge Kurse, zusätzlich ist ein Training für „Bauch, Beine, Po“ freitags geplant. Ab Februar soll eine Ernährungsberatung stattfinden. Montags treffen sich die Walker. In der Gymnastik für die Wirbelsäule gibt es mittwochs noch freie Plätze. Und immer sonntags darf das Tango-Tanzbein im Bürgerhaus Finkenkrug geschwungen werden.

Von Judith Meisner

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