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Havelland Blut spenden ist einfach
Lokales Havelland Blut spenden ist einfach
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20:05 13.06.2017
Beata Meißner hat als treue Spenderin schon längst keine Angst mehr vor der Nadel.
Beata Meißner hat als treue Spenderin schon längst keine Angst mehr vor der Nadel. Quelle: Danilo Hafer
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Falkensee

Bei den Mitarbeitern des Blutspendedienstes Nord-Ost ist Lutz Rüter aus Falkensee inzwischen ein altbekanntes Gesicht. Der 69-Jährige spendete am Dienstagnachmittag in den Räumen der Schule „Am Akazienhof“ schon zum 111. Mal Blut. „Ich habe schon zu tiefsten Ostzeiten damit angefangen“, erzählte Rüter. Damals hätten die Blutspenden noch während der Arbeitszeit in den Betrieben sattgefunden. „Wenn man an der Reihe war wurde man einfach angerufen und nach fünf Minuten war alles schon wieder vorbei“, erinnerte er sich.

16 Spendeorte im Landkreis

Heute müssen Spendewillige einen der 16 aktiven Spendeorte im Landkreis Havelland aufsuchen. Fünf davon befinden sich allein in Falkensee. „In Dallgow und Nauen führen wir sogar jeden Monat eine Blutspendeaktion durch“, erklärte Reinhard Heller vom Deutschen Roten Kreuz. Dennoch seien die Spenderzahlen insgesamt derzeit leicht rückläufig. Mit Blick auf den heutigen internationalen Weltblutspendertag möchte er daher vor allem eines betonen: „Wir dürfen die jungen Menschen nicht aus dem Auge lassen.“ Wer frühzeitig mit dem Thema Blutspende in Berührung käme und es einmal ausprobiert habe, der bleibe auch meist dabei. Doch junge Menschen zu erreichen sei schwierig. Da freut es Reinhard Heller umso mehr, dass er am Montag ein neues Gesicht unter den Spendern ausmachen konnte.

Ein wenig aufgeregt war der 19-Jährige Feliciano Gruhn vor seiner ersten Blutspende schon. „Ich bin jetzt einfach mitgekommen, weil mein Bruder und meine Schwester auch schon Blut spenden“, erzählte er. Ob der junge Falkenseer dem Spendedienst treu bleibt wird sich zeigen. „Die meisten jungen Menschen denken ja sie sind unsterblich“, sagte Stammspender Lutz Rüter. Er sieht im Blutspenden neben dem gesellschaftlichen Engagement noch andere Vorteile. „Durch die Blutspende wird der Körper wieder aktiviert und man fühlt sich durchweg positiv“, so Rüter.

Fünf bis zehn Minuten dauert es in der Regel bis die 500 Milliliter Blut abgenommen wurden. Die Dauer hänge ganz von den Venen des jeweiligen Patienten ab.

4300 Blutspenden im vergangenen Jahr

Negativblutgruppen sehen die Mitarbeiter des Deutschen Roten Kreuzes derzeit besonders gerne. Welches Blut gerade genau benötigt wird, kann auch auf der Internetseite des Blutspendedienstes eingesehen werden. Im vergangenen Jahr wurden im gesamten Landkreis Havelland bei knapp 90 Blutspendeaktionen rund 4300 Blutkonserven abgegeben. „Auch in diesem Jahr sind wir wieder auf einem guten Weg dieses Marke zu erreichen“, sagte Reinhard Heller. Ein paar wenige Einbußen habe es bisher aufgrund von Erkältungswellen und den hohen Temperaturen gegeben. „Wenn es richtig warm ist kommen immer weniger Spender, das ist völlig normal“, so Heller.

Beata Meißner lässt sich weder von schlechtem noch von zu gutem Wetter abschrecken. Schon seit mehreren Jahren spendet die 57-jährige Falkenseerin zusammen mit ihrem Mann regelmäßig Blut. „Ich finde es einfach gut auf diese einfache Weise etwas Gutes zu tun, außerdem habe ich eine seltene Blutgruppe und es tut mir nicht weh“, sagte sie.

Von Danilo Hafer