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Havelland Brieselang im Pokalfieber
Lokales Havelland Brieselang im Pokalfieber
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08:34 14.11.2014
An der mobilen Stahlrohrtribüne im Stadion wurde gestern letzte Hand angelegt. Quelle: Philip Häfner
Brieselang

„Wo sollen bloß die ganzen Autos hin?“, fragt sich Kai Wollmann mit Blick auf die bis zu 3500 Zuschauer, die im Stadion erwartet werden. Dönerverkäufer Erkan Dönmezer hofft derweil auf das Geschäft seines Lebens. Bei seinem Großhändler hat er doppelt so viel bestellt wie sonst, damit kein Fußballfan hungrig nach Hause gehen muss.

Über 2000 Karten sind für das Viertelfinalspiel im branden burgischen Landespokal bereits verkauft worden, heißt es beim SVGrün-Weiss Brieselang. 800 Zuschauer werden allein aus Cottbus erwartet. Die Polizei erwartet ein friedliches Spiel. „Wir gehen von keinem besonderen Gefährdungspotenzial aus“, sagt Polizeisprecherin Jana Birnbaum. Zwar wurden zusätzliche Beamte angefordert, allerdings vor allem zur Verkehrslenkung.

2000 Karten bereits verkauft

Für die Anhänger von Energie wurde eigens ein zweiter Eingang zum Stadion am Paul-Mewes-Damm eingerichtet. Den Fans aus der Lausitz wird empfohlen, mit der Bahn anzureisen und die 1000 Meter vom Bahnhof zum Stadion zu Fuß zu laufen. Für die Heimbesucher steht der reguläre Eingang an der Karl-Marx-Straße zur Verfügung. Diese wird wegen des erwarteten Andrangs am Sonnabend zwischen 10 und 18 Uhr ebenso wie der Paul-Mewes-Damm im Bereich des Sportplatzes für den Verkehr voll gesperrt. „Auch den Brieselangern wird daher empfohlen, nicht mit dem Auto anzureisen, sondern das Fahrrad oder die öffentlichen Verkehrsmittel zu nutzen“, appelliert Bürgermeister Wilhelm Garn. Wer trotzdem mit dem Fahrzeug kommen möchte: Parkplätze gibt es in begrenztem Maße am Bahnhof oder an der Thälmannstraße.

Spiel im heimischen Stadion

„Das Spiel ist ein Highlight für die Gemeinde. Es macht uns stolz, dass wir einen solchen Verein haben, der als Team aus der Landesliga jetzt gegen Energie Cottbus spielt“, sagt Bürgermeister Wilhelm Garn. Der Drittligist, der zwischen 2000 und 2003 sowie 2006 und 2009 sogar insgesamt sechs Jahre lang in der Bundesliga gespielt hatte, hatte Grün-Weiss angeboten, das Heimrecht zu tauschen und das Pokalspiel statt in Brieselang in ihrem Stadion der Freundschaft auszutragen, doch das hatten die Gastgeber abgelehnt. Die richtige Entscheidung, findet auch Kai Wollmann. „So ein Verein kommt schließlich nicht alle Tage nach Brieselang“, sagt er. Sein Tipp: ein knapper 2:1-Erfolg für die Heimmannschaft. „Es läuft gerade richtig gut für Grün-Weiss. Vielleicht haben sie jetzt auch den nötigen Kick, um dem Favoriten ein Bein zu stellen.“

Vereinsgeschichte und Pokalmodus

Der SV Grün-Weiss Brieselang wurde 1952 gegründet, zunächst als reiner Fußballverein. Inzwischen gibt es auch eine Freizeitabteilung, in der auch andere Sportarten angeboten werden. Der Verein hat derzeit 500 Mitglieder.

Die erste Männermannschaft Brieselangs spielt in der Landesliga, das ist die siebthöchste Spielklasse. Energie Cottbus spielt in der Dritten Liga.
Der Sieger des Spiels zieht ins Halbfinale des brandenburgischen Landespokals ein. Der Finalgewinner spielt im DFB-Pokal. Das schaffte 2012 der SV Falkensee-Finkenkrug, der in Runde eins auf den VfB Stuttgart traf. häf

Damit möglichst viele Brieselanger Augenzeuge einer möglichen Sensation werden können, wurde auf dem Fichtesportplatz eigens eine zusätzliche mobile Stahlrohrtribüne aus tausenden von Einzelteilen errichtet. Arbeiter schraubten am Donnerstag noch die letzten Elementen zusammen.

Auch Manuel Jakob wäre beim Pokalspiel gerne dabei gewesen. Er stammt aus Cottbus und trug in der Jugend das Energie-Trikot, erst vor einem Jahr zog er mit seiner Familie nach Brieselang. Das Spiel der Spiele kann er jedoch nur im Internet am Live-Ticker verfolgen. „Wir sind ausgerechnet am Wochenende im Urlaub“, erzählt er. „Das war alles schon lange gebucht und nicht mehr zu verschieben.“

Für wen sein Herz am Sonnabend schlägt? „Schon für Cottbus“, sagt Manuel Jakob. „Wobei der Gedanke, dass Brieselang gewinnt, den Landespokal holt und dann im DFB-Pokal gegen Bayern München spielt, auch seinen Charme hat.“

Von Philip Häfner

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