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Brieselang Umwandlung von Wald in Gewerbefläche umstritten
Lokales Havelland Brieselang Umwandlung von Wald in Gewerbefläche umstritten
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16:15 19.04.2019
Die Firma Rigips ist seit Langem im GVZ Brieselang ansässig. Quelle: Andreas Kaatz
Brieselang

Noch reichlich Klärungsbedarf sieht die Gemeinde im Verfahren zur Änderung des Bebauungsplanes zum Güterverkehrszentrum (GVZ). Aus diesem Grunde war die entsprechende Beschlussvorlage kurzfristig von der Tagesordnung der Gemeindevertretersitzung genommen worden.

„Wir werden mit der Firma Fiege in der übernächsten Woche zusammensitzen und alles noch einmal ganz genau betrachten“, kündigte Bürgermeister Wilhelm Garn (CDU) an. Letztlich solle es einen größtmöglichen Konsens zwischen Gemeinde, Firma und der Bevölkerung geben.

Anwohner besorgt

Die Bürger, insbesondere die Anwohner auf der gegenüberliegenden Seite des Havelkanals, waren zur Sitzung gekommen, weil sie befürchten, dass es mit der Änderung des B-Planes künftig zu mehr Lärm kommen wird. Genau das wollen aber auch viele Gemeindevertreter ausschließen.

Wie berichtet, hatten die Abgeordneten bereits Anfang 2018 die Änderung des bestehenden und mit vielen Fehlern behafteten B-Planes zum GVZ beschlossen. Man will verhindern, dass sich in Zukunft erheblich störendes Gewerbe wie etwa Industrieanlagen ansiedelt. Denn so etwas lässt der B-Plan zum jetzigen Zeitpunkt noch zu. Zudem sollen auch in Zukunft die Lärmwerte eingehalten werden.

Geltungsbereich soll erweitert werden

Nun kam der Plan noch einmal auf den Tisch, weil die Firma Rigips beabsichtigt, den Geltungsbereich des Bebauungsplanes zu erweitern. So soll im Süden eine Waldfläche mit einbezogen werden. Zudem ist geplant, den Hafenbereich dem Sondergebiet Rigips zuzuschlagen.

Diese geplanten Änderungen stoßen aber bei vielen Gemeindevertretern auf Gegenwehr. So hatte die CDU-Fraktion am Montag einen Änderungsantrag eingereicht. Sie lehnt eine Ausweitung des Geltungsbereiches „nach Süden, die Umwandlung von Wald- in Gewerbe- beziehungsweise Sondergebiet sowie die Integration des Hafens in das Sondergebiet Gipswerk“ ab.

Hafennutzung soll bleiben

Nach Ansicht von Fraktionschef Michael Koch bestehen ausreichend Optionen für eine Erweiterung. „Es gibt noch genug unbebaute Flächen im bestehenden Gewerbegebiet.“ Man wolle auch im Interesse der Bürger verhindern, dass künftig große Hallen bis an die Kaikante des Hafens gebaut werden können. „Es soll bei der Hafennutzung bleiben.“

Darüber hinaus hatte die IBB-Fraktion gleich zehn Änderungsanträge eingereicht. Sie spricht sich unter anderem ebenfalls dafür aus, die geplante „Erweiterung des Gewerbegebiets auf die Waldflächen im Süden zurückzunehmen“. Außerdem soll die Sonderfläche Hafen bestehen bleiben.

Vorgezogenes Verfahren

Im Zuge eines vorgezogenen Verfahrens zum B-Plan will die Gemeindeverwaltung nun Stellungnahmen von Behörden einholen. Auf diese Weise soll beispielsweise in Erfahrung gebracht werden, welche Qualität das betreffende Waldstück aus naturschutzfachlicher Sicht hat.

Von Andreas Kaatz

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