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Brieselang Koch will in Brieselang Garns Nachfolger werden
Lokales Havelland Brieselang Koch will in Brieselang Garns Nachfolger werden
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20:12 12.08.2019
Michael Koch ist der Kandidat der CDU für die Bürgermeisterwahl in Brieselang. Quelle: Danilo Hafer
Brieselang

Michael Koch bezeichnet sich selbst als kommunalpolitisches Gewächs. Seit 16 Jahren engagiert er sich für die CDU in der Brieselanger Gemeindevertretung.

„Ich wurde 2003 gewählt und gleich zum Fraktionsvorsitzenden gemacht. Da war ich gerade mal 23 Jahre alt“, erinnert sich Koch. Nun möchte sich der 39-Jährige, der derzeit für die CDU im Brandenburger Landtag sitzt, nicht mehr nur ehrenamtlich um die Entwicklung der Gemeinde Brieselang kümmern und bewirbt sich – neben drei Mitbewerbern – für das Amt des Bürgermeisters.

Anfang am Brieselanger Bahnhof

„Ich habe mir immer gesagt, sollte ich einmal die Chance bekommen, in meinem Heimatort für das Bürgermeisteramt zu kandidieren, werde ich sie nutzen“, so Koch. An die Anfänge seiner politischen Arbeit kann er sich genau erinnern, diese liegen nämlich am Brieselanger Bahnhof, unweit seines heutigen Wahlkreisbüros.

„Ich ging in Berlin zur Schule und fuhr jeden Tag mit dem Zug. An einem Tag stolperte ich über einen Stand der CDU am Bahnhof und ein paar Wochen später bin ich in die Partei eingetreten“, erzählt er.

Politisch interessiert

Dabei habe der damals 19-Jährige nicht im Entferntesten an eine Karriere als Berufspolitiker gedacht. „Ich war ein politisch interessierter Schüler und wuchs auch in einem Elternhaus auf, in dem diskutiert wurde. Ich sah dies einfach als Möglichkeit, mich ehrenamtlich in der Gemeinde einzubringen.“ 2003 trat er schließlich bei den Kommunalwahlen an und sitzt seitdem in der Brieselanger Gemeindevertretung und dem Kreistag Havelland.

Mit der Bahn zur Schule

„Schon zu meiner Schulzeit war der öffentliche Personennahverkehr ein großes Thema. Damals fuhr die Bahn einmal pro Stunde“, erinnert sich Koch. Als Bürgermeister möchte er sich für einen 20-Minuten-Takt einsetzen. Zudem sollte auch der Busverkehr ausgebaut werden. „Insbesondere samstags und sonntags müssen die Bürger problemlos in die umliegenden Orte fahren können“, so Koch.

Hoher Siedlungsdruck

Im Bereich Kita, Hort und Schule sieht der 39-Jährige ebenfalls weiter Handlungsbedarf. „Die Gemeinde wird weiter wachsen und entsprechend muss auch die Infrastruktur wachsen.“ Dabei verstehe Michael Koch auch diejenigen, die allmählich ein Ende des ständigen Zuzugs fordern.

„Die Siedlungsdruck wird jedoch weiter hoch bleiben, aber wir müssen versuchen, etwa durch eine Bauleitplanung, den Charakter der Gemeinde zu erhalten.“ Wer nach Brieselang zieht, sollte weiter im Grünen wohnen können.

Zur Person

Geboren wurde Michael Koch 1980 in Berlin, er lebt seit 23 Jahren in Brieselang.

Nach dem Abitur studierte er zunächst Geschichte und Biologie auf Lehramt in Potsdam, schloss das Studium aber nicht ab. 2014 schloss Koch eine berufsbegleitende Aufstiegsfortbildung als Verwaltungsfachwirt ab.

Berufliche Tätigkeit: von 1999 bis 2005 war er Wahlkreismitarbeiter von Barbara Richstein, von 2010 bis 2013 arbeitet er bei der Bundestagsabgeordneten Andrea Voßhoff. Seit 2013 leitet er das Büro des Bundestagsabgeordneten Uwe Feiler.

Politische Stationen: 1998 trat Koch der CDU bei, seit 2003 ist er Mitglied des Kreistags und Vorsitzender der CDU-Fraktion in der Brieselanger Gemeindevertretung. Seit 2015 ist Koch zudem Mitglied des Aufsichtsrates der Havelland Kliniken. 2019 zog er als Nachrücker in den Landtag.

Auf die Agenda hat sich Koch auch die Ortsteile Bredow und Zeestow geschrieben. Diese sollen mehr Handlungsspielraum bekommen. „Dies wäre zum Beispiel mit einem Ortsteilbudget möglich. Darüber könnten die Ortsteile frei verfügen, ohne ständig an der Tür des Rathauses kratzen zu müssen“, erklärt der Brieselanger. Probleme schnell und auf dem kurzen Weg lösen, das hat sich der CDU-Mann auf die Fahne geschrieben. „Und das ist etwas, an dem wir in Brieselang tatsächlich noch arbeiten müssen, weil wir hier ja sehr diskussionsfreudig sind, was nicht nur schlecht ist.“

Konzentration auf Bürgermeisterwahlkampf

Abseits der Politik verbringt Michael Koch seine Freizeit am liebsten mit Familie und Freunden oder macht Ausflüge ins Havelland. „Ab und zu spiele ich auch Golf, bin da aber totaler Anfänger“, erzählt er.

Anfang des Jahres zog Koch als Nachrücker in den Brandenburger Landtag ein. Auf eine Landtagskandidatur habe er nun bewusst verzichtet. „Ich halte nichts von Parallelkandidaturen. Ich möchte Bürgermeister werden und dafür kämpfe ich jeden Tag“, sagt er.

Von Danilo Hafer

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