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Brieselang Bürgermeister-Kandidat: Ralf Heimann will das Rathaus reformieren
Lokales Havelland Brieselang Bürgermeister-Kandidat: Ralf Heimann will das Rathaus reformieren
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00:21 04.05.2019
Ralf Heimann will Bürgermeister werden. Quelle: Daniela Sattler
Brieselang

Ein neuer Bürgermeister wird in diesem Jahr in Brieselang gewählt. Am 1. September – parallel zur Landtagswahl – müssen sich die Einwohner entscheiden, wem sie ihre Stimme geben. Bisher haben drei Kandidaten ihren Hut in den Ring geworfen. Amtsinhaber Wilhelm Garn (CDU) wird indes nicht mehr zur Wahl antreten.

Als erster hatte Michael Koch (CDU) seine Kandidatur verkündet, gefolgt von Christian Skorsky (Bd 90/Grüne). Dritter ist Ralf Heimann (IBB). Für ihn ist es der zweite Versuch, Bürgermeister von Brieselang zu werden.

Beachtliches Ergebnis

Bereits im Jahre 2011 wollte er an die Verwaltungsspitze, konnte sich jedoch nicht gegen Amtsinhaber Wilhelm Garn durchsetzen. Aber er hatte ein beachtliches Ergebnis eingefahren, holte knapp 44 Prozent der Stimmen.

Damals war Ralf Heimann für die FDP angetreten. Jetzt will er für die Initiative für Bürgerinteresse und Bürgerbeteiligung (IBB) den Sieg holen, deren Vorsitzender er ist. Der 53-Jährige zog 2004 nach Brieselang, arbeitet bei der Bundesbank. Ein guter Job, wie er sagt, trotzdem würde er ihn gegen den Bürgermeisterposten eintauschen.

Probleme gravierender

Brieselang ist eine schöne Gemeinde. Diesen Wohnort möchte ich anders gestalten, ihn verbessern – gemeinsam mit den Bürgern, Gemeindevertretern und den Mitarbeitern im Rathaus“, so Heimann.

Dieses Ziel hatte er auch schon 2011. „Jetzt haben wir noch viel gravierendere Probleme, die aus dem Zuzug resultieren. Dazu gehören unter anderem fehlende Kita-Plätze oder aber fehlende Rad- und Pkw-Stellplätze am Bahnhof.“ Er möchte mit einer aktiven Raumplanung den massiven Zuzug für die Zukunft begrenzen.

Gegeneinander im Ort

Heimann denkt, dass man in Brieselang vieles besser machen könne. „Ich verspüre ein Gegeneinander in der Gemeinde, in der Einwohnerschaft und auch in der Gemeindevertretung“, so der IBB-Kandidat, der sich in den Sitzungen oft angriffslustig zeigt. Trotzdem sieht er sich selbst eher als harmoniebedürftigen Menschen und möchte, dass es mehr Miteinander gibt, dass alle Fraktionen kooperieren.

Außerdem hat er das Ziel, dass die Einwohner mehr Mitsprache bekommen und dies auch schon frühzeitiger, als es gesetzlich vorgeschrieben ist.

Digitaler Wandel nötig

So sollten Bürger beispielsweise im Internet – auf einer gemeindeeigenen Präsentations- und Diskussionsplattform – den Werdegang von Bebauungsplänen genauer verfolgen und während deren Erarbeitung Anregungen geben können. Zudem müsse generell ein digitaler Wandel im Ort und in der Verwaltung stattfinden.

Heimann merkt kritisch an, dass nach seiner Ansicht das Rathaus in einer Sackgasse stecke. „In einzelnen Fachbereichen wurde ein Arbeitsstau von mehreren Kalenderjahren angehäuft.“

Arbeitsstau soll abgearbeitet werden

Er sieht sich durchaus in der Lage, das zu ändern, verweist in dem Zusammenhang auf seine beruflichen Qualifikationen, auch als Dozent. „Dies befähigt mich, das Rathaus zu reformieren, den Arbeitsstau abzuarbeiten und es zum Dienstleister für die Bürger umzubauen.“

Der IBB-Chef ist der Ansicht, dass die Verwaltung bisher nur auf kurzfristige Entwicklungen reagiert. Benötigt werde indes eine langfristige Planung.

Von Andreas Kaatz

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