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Brieselang Kita-Sanierung: Bewegungsraum ist fertiggestellt
Lokales Havelland Brieselang Kita-Sanierung: Bewegungsraum ist fertiggestellt
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01:16 22.12.2018
Der Bewegungsraum der Kita „Birkenwichtel“ steht wieder für alle möglichen Aktivitäten zur Verfügung. Quelle: Andreas Kaatz
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Brieselang

Endlich ist die Wartezeit vorbei: Schnell schieben die Kinder die Balancierstrecke zusammen und schon geht es los – immer der Reihe nach. Kein Problem, wenn einer mal das Gleichgewicht verliert. Sofort rappeln sich die Kinder auf und es geht weiter.

Seit etwa drei Wochen herrscht im Bewegungsraum der KitaBirkenwichtel“ in Brieselang wieder Bewegung. Denn lange Zeit durfte der Bereich nicht betreten werden, weil dort die Bauarbeiter das Sagen hatten. Der Fußboden und Wandbereiche mussten trockengelegt werden. Jetzt ist alles erledigt.

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Zum Abschluss Luftmessungen

„Zum Abschluss wurden Luftmessungen durchgeführt. Es sind keine Auffälligkeiten festgestellt worden, so dass die Behörden die Freigabe erteilen konnten“, sagt Fachbereichsleiter Thomas Lessing. Jetzt haben dort die Jüngsten übergangsweise vor allem am Vormittag ihr Domizil, das somit als Ersatzgruppenraum dient. Und die Kinder fühlen sich da wohl, wie Kita-Leiterin Kerstin Remp bestätigen konnte. „Es ist für sie sehr entspannt, das ist jetzt ihr Nestchen. Hier können sie sich gemächlich bewegen.“

Wie berichtet, gab es im Sommer 2017 in der kommunalen Kita eine böse Überraschung. In zwei Gruppenräumen, in denen sich die Jüngsten aufhielten, wurde im Sockelbereich Schimmel entdeckt. Die Ursache fand sich im Fußboden. Wegen mangelnder Abdichtung im Außenbereich konnte jahrelang zwischen Bodenplatte und Fußbodenaufbau Feuchtigkeit eindringen, zog an den Wänden hoch.

Abdichtung ist erfolgt

Die Abdichtung ist nun nachträglich in den vergangenen Monaten erfolgt, und der Bewegungsraum ist das erste Zimmer, das saniert worden ist. Dazu wurden die Wände bis zu einer bestimmten Höhe aufgeschnitten und dann Baumaterial und Dämmung sowie entlang der Wände Estrich entfernt. In den Fußboden kamen Löcher, über die die Feuchtigkeit entweichen konnte.

Fachbereichsleiter Thomas Lessing und Kita-Leiterin Kerstin Remp schauen sich in dem Containerbau um, in den Anfang des Jahres die ersten Kinder einziehen werden. Quelle: Andreas Kaatz

„Parallel dazu wurden auch die beiden Gruppenräume für die Jüngsten saniert“, sagte Lessing. Bautechnisch sei dies abgeschlossen, jedoch werden die Räume noch nicht zur Nutzung freigegeben. Erst muss der gesamte hintere Gebäudebereich wieder in Ordnung gebracht werden. Aus dem Grunde steht jetzt für die 45 Kinder aus dem Krippenbereich ein Umzug in den bereitgestellten Containerbau bevor. „Wir wollen auf jeden Fall, dass dies im Januar stattfindet“, so Lessing. Vorbehaltlich der Freigabe.

30 Container-Module

Leiterin Kerstin Remp und ihre Kolleginnen machen das Beste aus der Übergangslösung. „Wir sind hellauf begeistert von den großen schönen Räumen“, sagt sie. Auch interessierte Nachbarn wagten schon mal einen Blick auf den „Neubau“. Zudem können sich die Eltern anhand von Fotos an der Pin-Wand informieren, wie es innen aussieht. Insgesamt 30 Module, die Ende November per Kran auf die Freifläche eingeschwebt sind, bilden das Übergangsdomizil für jeweils einen Teil der insgesamt 129 Kita-Kinder.

Drei Gruppenräume stehen in der ersten Phase für die Krippenkinder zur Verfügung. Der vierte dient als Personalraum. Hinzu kommen unter anderem Sanitärbereich, Küche und Garderobe. In der zweiten Phase, in der die Kindergartenkinder umziehen müssen, werden alle vier Gruppenräume für die Kinderbetreuung genutzt. „Wir versuchen immer, die Eltern zeitnah über die weiteren Schritte zu informieren“, sagt Fachbereichsleiter Lessing.

Gute Abstimmung mit Baufirma

Kerstin Remp lobt die Abstimmung mit den Bauleuten in der Vergangenheit. „Die Absprache hat gut geklappt.“ So hat die Firma beispielsweise zwischen 11.30 und 13.30 Uhr Mittagspause gemacht oder auch länger gearbeitet, nachdem die Kita schon zu war.

Von Andreas Kaatz