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Brieselang Fotodozent mit großem Traum
Lokales Havelland Brieselang Fotodozent mit großem Traum
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09:09 12.02.2019
Uwe Franck unterrichtet mit Leidenschaft Fotografie.
Uwe Franck unterrichtet mit Leidenschaft Fotografie. Quelle: Danilo Hafer
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Falkensee/Brieselang

Wenn Uwe Franck durch seine Kamera blickt, gleicht das einer Entschleunigung des Lebens. Dann sieht der Brieselanger die vielen kleinen Dinge, denen in einer immer hektischer werdenden Welt, nur selten Beachtung geschenkt werden.

In seinen fotografischen Kleinserien beschäftigt sich der 62-Jährige mit den verschiedensten Themen und geht diese auch ganz anders an. „So habe ich zum Beispiel eine Serie zum Thema „Gesellschaftliche Stützen“ gemacht und tatsächliche Stützen, wie Leitern oder Krücken fotografiert“, sagt Franck.

Aufnahmen des Brieselanger Fotografien des Uwe Franck. Quelle: Uwe Franck

Erste Kamera aus dem Trödelladen

Mit der ein oder anderen Unterbrechung hat die Fotografie Uwe Franck durch sein ganzes Leben begleitet. „Als ich gerade zwölf Jahre alt war habe ich in einem Trödelladen um die Ecke eine zweiäugige Kamera entdeckt und meine Eltern gebeten, sie mir zu kaufen“, erinnert sich Franck. Es folgten die ersten fotografischen Gehversuche, bis ihm seine Eltern aus Kostengründen, das neue Hobby untersagten. „Analoge Fotografie war damals sehr teuer“, so Franck.

Doch schon während seiner Lehrzeit zum Techniker entdeckte er durch einen Freund, der eine eigene Dunkelkammer besaß, die Leidenschaft für die Fotografie wieder. So kaufte sich Uwe Franck eine manuelle Spiegelreflexkamera und brachte sich alles bei, was er über Blende und Belichtungszeit wissen musste. „Später habe ich mir dann sogar eine eigene Dunkelkammer zu Hause eingerichtet.“

Fotodozent an der Volkshochschule

Sein Wissen über die Fotografie gibt der 62-Jährige inzwischen als Fotodozent an der Volkshochschule in Falkensee auch an andere Amateurfotografen weiter. Dabei ist Franck beinahe zufällig in seine Lehrtätigkeit hineingerutscht.

Aufnahmen des Brieselanger Fotografien des Uwe Franck. Quelle: Uwe Franck

„Wir haben immer Urlaub auf Ibiza gemacht und dort wurde irgendwann ein Malkurs angeboten. Ich habe gefragt, ob es nicht auch möglich wäre einen Fotokurs einzurichten“, so Franck. Der Manager fragte ihn, ob er sich vorstellen könnte, diesen Kurs zu leiten und so nahm alles seinen Lauf. „Zeitweise habe ich drei bis vier Kurse in der Woche gegeben und meinen Ausbilderschein gemacht“, sagt er.

Aufnahmen des Brieselanger Fotografien des Uwe Franck. Quelle: Uwe Franck

In Falkensee hat Franck inzwischen einen zweiten Fotokurs ins Leben gerufen, weil die Nachfrage in der Vergangenen so groß war. Dabei geht es bei den Grundlagen der Fotografie los und endet in der „Königsdisziplin“, wie Franck sagt, der Bildbearbeitung.

Häufig seien es Kleinigkeiten, an denen seine Fotoschüler verzweifeln würden. Etwa, wenn die Kamera keine scharfen Bilder macht und Uwe Franck noch einmal genau erklärt, dass Bilder bei einer langen Belichtungszeit natürlich schneller verwackeln und deshalb nicht scharf sind. „Wenn man dann in den Augen der Teilnehmer ein Licht aufgehen sieht, ist das der schönste Moment.“ Und das mache ihn zu einem sehr glücklichen Menschen.

Der große Traum

Einen Traum hat der 62-Jährige indes noch. „Einmal ein Foto im Museum of Modern Art in New York auszustellen, das wäre schon was“, sagt Franck.

Von Danilo Hafer

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