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Brieselang Verdi: Zukunft der Zalando-Mitarbeiter ab 2020 ungewiss
Lokales Havelland Brieselang Verdi: Zukunft der Zalando-Mitarbeiter ab 2020 ungewiss
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18:25 10.01.2019
Zalando zieht sich zurück aus Brieselang, weil der Standort dort zu klein ist. Das Logistikzentrum beispielsweise in Erfurt ist deutlich größer. Quelle: Martin Schutt/dpa
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Brieselang

Für die Gewerkschaft Verdi bleiben noch viele Fragen ungeklärt, nachdem der Online-Händler Zalando erklärte hatte, sich zum 1. April aus Brieselang zurückziehen zu wollen.

Fiege übernimmt den Standort

Wie es in einer Pressemitteilung heißt, wolle der Logistikdienstleister Fiege zwar das Auslieferungslager und die rund 1000 Beschäftigten übernehmen. Doch laut Verdi sei unklar, wie die Zukunft für die Beschäftigten ab 2020 aussieht. Gegenüber der MAZ hatten die Unternehmen bekräftigt, dass die mehr als 500 unbefristeten Verträge auch weiterhin unbefristet seien.

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Des Weiteren sieht Verdi beide Firmen in der Pflicht, die Öffentlichkeit immer klar und transparent über ihre Pläne zum Standort Brieselang zu informieren. Auch weil die Ansiedlung von Zalando in Brieselang mit öffentlichen Geldern gefördert worden sei.

Immer noch kein Tarifvertrag

Zudem weist die Gewerkschaft darauf hin, dass es nach wie vor für die Beschäftigten im Zalando-Versandzentrum keinen Tarifvertrag gebe. „Sie erhalten zum April 2019 eine Lohnerhöhung und kommen damit auf einen Stundenlohn von 10,84 Euro, woraus sich bei Vollzeit ein Monatslohn von rund 1700 Euro ergibt.

Nach Auffassung von Verdi sind das keine existenzsichernden Löhne“, heißt es wörtlich. So werde es in der Zukunft auch darum gehen, Lohnverbesserungen und einen Tarifvertrag auszuhandeln.

Von Andreas Kaatz

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