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Havelland Bürgerhaushalt: 50.000 Euro sind zu verteilen
Lokales Havelland Bürgerhaushalt: 50.000 Euro sind zu verteilen
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00:19 30.07.2017
Die Auszählung der Stimmen für den Bürgerhaushalt 2018 erfolgt wie im Vorjahr öffentlich.
Die Auszählung der Stimmen für den Bürgerhaushalt 2018 erfolgt wie im Vorjahr öffentlich. Quelle: Wolfgang Balzer
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Ketzin/Havel

Zum zweiten Mal sind die Ketziner aufgerufen, über die Verteilung von 50 000 Euro aus der Stadtkasse mit zu entscheiden. Diese Summe steht im Bürgerhaushalt 2018 zur Verfügung, wie auch in 2017.

Die Vorschläge für Vorhaben, die mit dem Geld finanziert werden können, müssen bis zum 31. August eingereicht werden, sagt Bürgermeister Bernd Lück (FDP). Die entsprechenden Formulare liegen ab sofort im Rathaus und Stadthaus sowie bei den Ortsvorstehern in den Ortsteilen aus. Man kann sich auch online unter www.ketzin.de beteiligen.

Im Vorjahr hatten 457 Bürger Vorschläge abgegeben, jetzt erhofft man sich möglichst noch mehr, zumal die Bürger ja sehen können, was mit dem Geld gemacht worden ist. Sowohl im Ortsteil Zachow als auch in Brückenkopf wurde in Spielplätze investiert. In Zachow gab es vor allem neuen Geräte wie einen Kletterturm, eine Rutsche und eine Seilbahn, in Brückenkopf ist ein ganz neuer Spielplatz angelegt worden. „Die Arbeiten sind aber noch nicht ganz abgeschlossen“, so Lück.

Beim Bürgerhaushalt 2018 haben die Stadtverordneten einige Dinge verändert. Es bleibt bei der Gesamtsumme von 50 000 Euro und auch dabei, dass es keine finanzielle Grenze pro Einzelvorschlag gibt. Es könnte also nur eine Maßnahme umgesetzt werden oder mehrere. Neu ist, dass die Folgekosten pro eingereichtem Vorschlag (zum Beispiel für Strom, Reparaturen oder sonstigen Unterhalt) 5000 Euro im Jahr nicht überschreiten dürfen, erklärt Kämmerin Nicole Pydde.

Aufgerufen sich zu beteiligen, sind Ketziner, die das 14. Lebensjahr vollendet haben. Grundsätzlich können zu allen Themen, die Ketzin/Havel und die Ortsteile betreffen, Ideen eingereicht werden: zu Sporteinrichtungen, zur Seniorenarbeit, zu kulturellen Einrichtungen, Veranstaltungen, zur Freizeitgestaltung, zu Grünflächen, Spielplätzen oder Wegen und Denkmalen.

„Wir prüfen die Vorschläge auf Zuständigkeit der Kommune und Kosten“, erklärt die Kämmerin das Prozedere und ergänzt: „Anschließend gibt es ein Abstimmungsverfahren mit den Einwohnern darüber, welche Ideen innerhalb des zur Verfügung stehenden Budgets realisiert werden sollen. Diese werden in der Reihenfolge der auf sie entfallenen Anzahl der Stimmen umgesetzt.“

Vorhaben aus der Wunschliste des Bürgerhaushaltes 2017 können erneut vorgeschlagen werden. Dazu gehörte unter anderem die Wasserrutsche im Strandbad und die Unterstützung der Seniorenarbeit.

Von Jens Wegener