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Havelland Bürgerpreis für Stinknormale Superhelden
Lokales Havelland Bürgerpreis für Stinknormale Superhelden
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09:42 02.05.2018
Bürgermeister Ronald Seeger am Dienstag bei der Preisverleihung an die Stinknormalen Superhelden. Quelle: Markus Kniebeler
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Rathenows

Bunte Kostüme und skurrile Namen sind ihr Markenzeichen. Und eine besondere Mission: Die Stinknormalen Superhelden haben es sich zur Aufgabe gemacht, ihre Heimatstadt Rathenow ein bisschen lebenswerter zu machen.

Am Dienstagvormittag standen Katetschen Bernd, Puppi le Bleu und weitere Mitstreiter auf der Bühne im Festsaal der Musikschule am Schwedendamm. Dort wurde ihnen im Rahmen der Feierstunde zum Tag der Deutschen Einheit eine der höchsten Ehren zuteil, die man in Rathenow erlangen kann. Bürgermeister Ronald Seeger verlieh den Superhelden den Rathenower Bürgerpreis. Zum sechsten Mal wurde die mit 1000 Euro dotierte Auszeichnung vergeben. Und zum ersten Mal ging der Preis nicht an eine Einzelperson, sondern an eine Gruppe von Menschen.

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Seit 2012 organisieren die Stinknormalen Superhelden Aufräumaktionen, engagieren sich für Natur- und Tierschutz, prangern Umweltfrevel an und vermitteln jungen Menschen ein Bewusstsein dafür, wie man verantwortungsvoll mit dem Stück Erde umgeht, auf dem man lebt. Das Besondere: bei all diesen Aktivitäten kommen sie nicht mit moralisch erhobenem Zeigefinger daher. Im Gegenteil: In ihren schrillen Kostümen versprühen sie Lebensfreude und animieren andere dazu, mitzumachen. Die Botschaft: Spaß und verantwortungsvolles Handeln schließen sich nicht aus.

Bürgermeister Ronald Seeger zollte diesem Einsatz in seiner Laudatio höchsten Respekt. „Die Superhelden engagieren sich. Und sie laden Menschen ein, sich ebenfalls zu engagieren“, sagte er. „Sie bücken sich und heben den Müll auf, den ihre Mitmenschen fallen gelassen haben.“ Durch diesen Einsatz trügen sie dazu bei, den Planeten grüner, sauberer und sozialer zu machen, so der Bürgermeister.

„Wir haben gewonnen“, jubelten die Superhelden, nachdem sie unter großem Beifall den Preis erhalten hatten. Im Namen seiner Mitstreiter bedankte sich Katetschen Bernd beim Bürgermeister und den Stadtverordneten, die extra die Satzung geändert hatten, um eine Gruppe auszeichnen zu können. „Ich weiß, dass viele jetzt auf meinen Schlüppi schauen“, sagte der Superheld. „Das soll so sein.“ Schließlich wolle man als Gruppe Spaß haben und Aufmerksamkeit erregen – für die gute Sache.

Von Markus Kniebeler