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Havelland Cochin-Züchter haben ihre Basis im Havelland
Lokales Havelland Cochin-Züchter haben ihre Basis im Havelland
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10:51 20.02.2019
Die Cochins fühlen sich wohl auf Dahlmanns Hühnerhof. Quelle: Norbert Stein  
Stölln

Bernd Dahlmann öffnet das Hoftor. Behäbig kommen ihm seine Cochins entgegen. Die Hühner und Hähne haben ein volles Federkleid bis zu den Läufen. Es sind robuste Tiere und bringen um die fünf Kilogramm auf die Waage.

Wie ein Ball

Optisch wirken die Hühner wie ein schöner großer runder Ball aus Federn. Cochin ist eine alte Haushuhnrasse aus Asien, die in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts nach Europa gebracht wurde und sich wegen ihrer Federn und ihres Körperbaus stark von traditionellen europäischen Rassen unterscheidet. „Sie haben ein ruhiges Gemüt“, sagt Bernd Dahlmann, während er ein Huhn auf den Arm nimmt und über das gelbbraune Federkleid streichelt.

Bernd Dahlmann ist Vorsitzender des Cochin Club Havelland. Vor fünf Jahren hat er mit weiteren 13 Züchtern den Verein gegründet. Während andere Kleintierzuchtvereine über schwindendes Interesse und sinkende Mitgliederzahlen klagen, entwickelt sich der Cochin Club Havelland gut. „Wir sind zufrieden“, sagt der Vorsitzende.

Bernd Dahlmann ist Vorsitzender des Cochin Club Havelland. Quelle: Norbert Stein  

Fünf Jahre nach seiner Gründung hat der Verein heute 29 Mitglieder. Bei weitem nicht alle kommen aus dem Havelland. Sechs sind es aus der Region. Dazu kommen Züchter aus verschiedenen Bundesländern. Vier Niederländer sorgen für internationale Frische im havelländischen Cochin Club.

Die territoriale Verzweigung über hunderte Kilometer sei überhaupt kein Problem für ein intaktes Vereinsleben, erklärt der Vorsitzende, weil man über die sozialen Medien kommuniziert und das Internet für die Zusammenarbeit und einen regen Erfahrungstausch nutzt.

Versammlung und Fest

Einmal im Jahr kommen die Züchter zur Mitgliederversammlung ins Havelland. Das Lilienthalfest in Stölln nutzt man für eine Cochin-Schau am Fuße des Gollenbergs und reges Fachsimpeln. Die Mitglieder besuchen sich, tauschen Zuchtmaterial und treffen sich auf nationalen und internationalen Ausstellungen.

„Wir helfen uns gegenseitig“, sagt der Vorsitzende und er verweist schon mit Stolz darauf, dass der Verein Züchter in seinen Reihen hat, die mit Cochins Europameister und Deutscher Meister wurden, wie Uwe Kahle aus Treuenbrietzen. Nach großen Ausstellungen und aus eigener Zucht haben Vereinsmitglieder auch schon viele Cochins ins Ausland verkauft – nach Katar und weitere Länder im Orient. Bernd Dahlmann hat Cochins schon nach Italien gegeben.

Die Cochins sehen prächtig aus. Quelle: Norbert Stein  

Cochins haben den Kleintierzüchter Bernd Dahlmann schon zu DDR-Zeiten immer interessiert. Nur Eier der seltenen Haushuhnrasse konnte er nicht bekommen. Was er hatte, war ein Kleintierkatalog aus der Bundesrepublik. Diesen Katalog holte er nach dem Fall der Mauer hervor, fuhr mit dem Auto zu einem Züchter in Westdeutschland und holte sich einige Cochin-Eier.

Wieder zurück in Stölln legte er die Eier in einen Brutapparat und kam so zu seinen ersten Küken. So konnte er 1990 mit dem Aufbau einer eigenen Cochin-Zucht beginnen. Acht Jahre später wurde er mit Cochins Deutscher Meister. Demnächst wird er nun aus eigener Zucht wieder Eier in den Brutapparat legen, um nach drei Wochen Nachwuchs für seinen Hühnerhof zu bekommen.

Auch für den Kochtopf

Derzeit hat Dahlmann 20 Cochins auf dem Hof, die er täglich mit Eiweißfutter, Kartoffeln und Getreidekörnern versorgt. Allein wegen ihrer Größe benötigen sie viel Futter. Hennen und Hähne, die sich nicht für die Zucht eignen, sorgen dafür aber auch für reichlich Fleisch im Kochtopf.

Von Norbert Stein

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