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Havelland Da-Vinci-Campus gehört zu den besten Schulen
Lokales Havelland Da-Vinci-Campus gehört zu den besten Schulen
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19:26 14.05.2018
Die Schüler verfolgten die Preisverleihung in der Turnhalle Quelle: Ralf Stork
Nauen

Bis zur Fußball-WM in Russland sind es zwar noch ein paar Wochen hin, trotzdem haben sich auf dem Leonardo-da-Vinci-Campus in Nauen alle verfügbaren Schüler zum Public Viewing getroffen: In der Turnhalle verfolgten so mehrere 100 Kinder, Jugendliche und Lehrer eine Live-Übertragung aus Berlin. Über die große Leinwand flimmerte die Verleihung des Deutschen Schulpreises. Der da-Vinci-Campus in Nauen hatte sich als einzige Schule um den renommierten Preis der Robert-Bosch-Stiftung beworben.

Public Viewing in der Turnhalle

„2008 hatten wir schon einmal an dem Wettbewerb teilgenommen. Weil sich der Campus in der Zwischenzeit so stark verändert hat, haben wir beschlossen, es in diesem Jahr noch einmal zu versuchen“, sagt Carolin Luther, eine der stellvertretenden Schulleiterinnen. „In der Zwischenzeit sind ja noch die Kita und die Gesamtschule hinzugekommen“, ergänzt ihr Kollege Falco Neczkiwicz.

Betreuung von der Kita bis zum Abitur

Die Nauener Bewerbung stellte die Besonderheiten des Schulkonzeptes heraus: Das offene Lernen auf dem Campus und die Möglichkeit für die Pädagogen, die Kinder von der Kita bis zum Abitur zu unterrichten. „Dieses Lernen aus einer Hand ist schon etwas Besonderes“, sagt Luther.

Unterdessen brandet in der Turnhalle lautstarker Jubel auf, als der Leonardo-da-Vinci-Campus in einem Kurzfilm vorgestellt wird. Selbstverständlich ist das Publikum hier parteiisch. Dass der Campus am Ende keinen der sechs Hauptpreise bekommt, wird mit lauten Buh-Rufen entsprechend quittiert. Dabei gehört die Nauener Privatschule auch so zu den Gewinnern: Insgesamt 120 Schulen hatten sich für den Preis beworben. Nach Sichtung der eingereichten Unterlagen blieben 20 Kandidaten übrig.

Die Prüfer waren zwei Tage auf dem Campus unterwegs

In einer zweiten Runde besuchten Mitglieder der Entscheidungskommission zwei Tage lang die Schulen, um sich selbst ein Bild zu machen. Der Besuch war zwar angemeldet. An den beiden Tagen konnten die sechs Jury-Mitglieder sich aber völlig frei auf dem Campus bewegen und unangekündigt bei jedem Unterricht und jeder Projektarbeit zuschauen.

Offenbar gefiel den Prüfern das, was sie gesehen haben. Jedenfalls überstand der da-Vinci-Campus auch die zweite Auswahlrunde und gehört damit in diesem Jahr zu den 15 besten Schulen in Deutschland. Schon das ist eine Bestätigung der geleisteten Arbeit, die sich sehen lassen kann. Auch materiell hat sich die Bewerbung zumindest ein bisschen gelohnt: Jeder Finalteilnehmer erhält 5000 Euro. Außerdem werden sie in ein zweijähriges Förderprogramm der Bosch-Stiftung aufgenommen, das den Schulen dabei helfen soll, ihre innovativen Konzepte weiter umzusetzen.

Jeder Finalteilnehmer erhält 5000 Euro

„Nach der Entscheidung waren wir schon ein bisschen enttäuscht. Wenn man so weit kommt, will man natürlich auch gewinnen“, sagt Campus-Geschäftsführerin Irene Petrovic-Wettstädt. Sie war gemeinsam mit Bürgermeister Manuel Meger sowie einigen Schülern und Lehrern live bei der Preisverleihung in Berlin dabei.

Bürgermeister Manuel Meger war mit zur Preisverleihung gefahren

Nach kurzer Bedenkzeit überwog dann doch eindeutig das Positive: „Die Nominierung zeigt, dass die Juroren von unserem Konzept überzeugt waren“, sagt Petrovic-Wettstädt. Dass am Ende andere Schulen die Nase vorn hatten, mag auch daran liegen, dass der Fokus in diesem Jahr sehr stark auf dem Thema Inklusion lag. Der Hauptpreis ging an die evangelische Martinsschule in Greifswald, an der fast die Hälfte der 550 Schüler einen besonderen Förderbedarf hat.

Von Ralf Stork

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